Caring Community
Groß-Enzersdorf wird "Stadt des Füreinander"

Groß-Enzersdorf lebt die Nachbarschaftshilfe: Schon vor und auch nach der Corona-Krise.
  • Groß-Enzersdorf lebt die Nachbarschaftshilfe: Schon vor und auch nach der Corona-Krise.
  • Foto: Gerhard Baumann
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

GROSS-ENZERSDORF (up). Die Coronakrise kam für das Stadtl zur richtigen Zeit. Klingt zynisch, jedoch trifft die alte Weisheit, in allem Schlechten ist auch Gutes zu finden, auf das Projekt "Caring Community" tatsächlich zu.
Rot-Kreuz-Sprecher Werner Hofinger und Projektentwickler Ronald Pelikan arbeiten schon seit längerem an der Idee, der "Stadt des Füreinander". Möglichst viele Menschen sollen eingebunden werden, das Füreinander soll gelebte Praxis werden und dazu kann sich jeder, der mitmachen will erst einmal die Fragen stellen, wie gute Nachbarschaft aussehen kann und wie viele hilfsbedürftige Menschen in der Nähe leben.
In der Praxis geht es einerseits um kleine Hilfen im Alltag und andererseits um eine zentrale Ansprechstelle, wenn für die Lösung großer Probleme Experten gesucht werden. "Wir wollen auf keinen Fall den etablierten Institutionen Jobs wegnehmen, sondern als Informationsdrehscheibe fungieren", erläutert Pelikan. "Die Stadtgemeinde wird dazu entsprechende Rahmenbedingungen schaffen", erklärt Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec, die sich mittelfristig ein Caring-Community-Büro als Anlaufstelle vorstellen könnte.
In persönlichem Gespräch, aber auch über eine Telefonhotline, werden sich Hilfesuchende informieren können. "Zum Beispiel können wir sämtliche Möglichkeiten der Pflege für Angehörige auflisten, damit die Auswahl rasch und auf Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt getroffen werden kann. Viele Menschen wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen, oder trauen sich einfach nicht, um Hilfe zu bitten", weiß Hofinger aus Erfahrung.

Krise als Beschleuniger

Zurück zur Coronakrise: "Sie hat unser neues Projekt unerwartet schnell sichtbar gemacht. Was wir in der Theorie ohne Not entwickelt hatten, ging plötzlich in die Praxis und es hat funktioniert", strahlt Pelikan.
80 Menschen meldeten sich auf den Aufruf der Stadtgemeinde, an dem "Füreinander-Einstehen-Projekt" mitzumachen, und jeder konnte entscheiden, in welcher Form er dies tun wollte. Sei es als Telefonansprechpartner, Mitarbeiter bei der Tafel, für Besuchs- oder Einkaufsdienste oder um Info-Zettel an die Haushalte auszutragen.
Der Großteil der Krisenhelfer will auch in Zukunft Teil des "Team Füreinander" bleiben, geplant sind laut Hofinger Grätzelfeste, eine Akteurs-Landkarte und kleine Nachbarschafts-Aktionen. Obereigner-Sivec ist zuversichtlich, viele Groß-Enzersdorfer für das Projekt gewinnen zu können: "Das Aufeinander-Schauen jedes einzelnen ist unser Ziel, damit können wir eine Kulturveränderung schaffen."

Autor:

Ulrike Potmesil aus Gänserndorf

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