Schülerinnen aus Gänserndorf und Deutsch-Wagram vor Gericht

Staatsanwalt Thomas Ernst.

GÄNSERNDORF/KORNEUBURG (mr). Drei Schülerinnen im zarten Alter von 15, 16 und 17 Jahren drückten letzte Woche die Angeklagtenbank im Saal 15 des Landesgerichtes Korneuburg.

Drohungen und Watschen

Der Strafantrag der Staatsanwaltschaft Korneuburg legte den drei Hauptschülerinnen aus Gänserndorf bzw. Deutsch-Wagram zur Last, eine 14-jährige Schülerin derselben Schule gefährlich bedroht, sodann abgewatscht und ihren Kopf gegen eine Hauswand geschlagen zu haben, wodurch das Mädchen leicht verletzt wurde.
"Du wirst nach der Schule im Krankenhaus landen, wir werden auf dich warten", kündigten sie zunächst über WhatsApp an, jedoch verhinderten Mitschüler das Vorhaben und drängten die drei Mädchen von ihrer Zielperson ab.
Kurz danach kam es aber dann doch zu den oben beschriebenen Tätlichkeiten. Als Motiv kam etwas zögerlich zutage, dass ein Mitschüler seine Gunst nicht mehr der Erstangeklagten, sondern der 14-Jährigen geschenkt hatte. Letztere soll sich abfällig über ihre Vorgängerin geäußert haben, was Ursache der Racheaktion gewesen sein soll.
Auf Vorschlag des Richters soll bei einem sog. außergerichtlichen Tatausgleich eine vernünftige Bewältigung mit derartigen Konfliktsituationen erörtert werden.

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