Nein zu den Gebühren beim Bankomat
- Andreas Kollross und Karin Scheele kämpfen gegen die Gebühren, die den Bankkunden zukünftig drohen.
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- hochgeladen von Elisabeth Schmoller-Schmidbauer
Bei Abhebungen an privat betriebenen Bankomaten fallen pro Abhebung 1,91 Euro Gebühren an.
BEZIRK (mw). 1,91 Euro pro Betrag: soviel kostet es, das eigene Geld bei bestimmten privat betriebenen Bankomaten abzuheben. Diese Gebühren wurden bisher von der jeweiligen Bank des Kunden beglichen. Der Verfassungsgerichtshof kippte jedoch ein entsprechendes Gesetz. In Zukunft sollen die Kunden diese Pauschale pro Abhebung, ungeachtet der Geldsumme, berappen. Insgesamt gibt es laut NR Andreas Kollross 80 Stück davon, die meisten in Wien. Den Banken ist die Einhebung einer Gebühr auch jetzt bereits bei hauseigenen Bankomaten bei Abschluss eines ungünstigen Konditions-Vertrages möglich (Kleingedrucktes lesen!).
Die Leidtragenden
Die Leidtragenden an solchen Regelungen seien - einmal mehr - die Ärmeren unter uns. Erstens heben sie in der Regel kleinere Beträge, dafür öfter ab. "Andererseits sind gerade nicht mobile Menschen durch grassierende Bankenschließungen geradezu gezwungen, den nächsten Bankomat zu benutzen", gibt Landtagsabgeordnete Karin Scheele zu bedenken. Den ihrer Meinung nach ungerechten wie ungerechtfertigten Bankomatgebühren wollen SPÖ-Nationalrat Andreas Kollross und der SPÖ-Gemeindevertreter-Verband den Kampf ansagen. Unterstützung kommt unter anderem von der Landtagsabgeordneten Karin Scheele.
Kampf gegen Windmühlen?
"Es wird nicht leicht", meint Andreas Kollross und präsentiert zwei Strategien: Erstens wurde bereits ein Entschließungsantrag beim Konsumentenschutz eingebracht. Zweitens entsteht soeben eine Bürgerinitiative zu diesem Thema. Es wird eine Unterschriftensammlung geben, Kollross rechnet mit mehreren tausend Unterschriften. Ab 500 kann er seine Initiave bereits dem Petitionsausschuss des Nationalrates vorlegen. Er hofft auf ein offenes Ohr bei zumindest Teilen der Regierungsparteien.
Im Steinfeld
gibt es derzeit rund 25 Bankomaten. Einige davon verdanken ihren Weiterbestand der Initiative jeweiliger Gemeindeführungen. Drittanbieter (Geschäftslokale etc.) verrechnen Bankomatgebühren, die jedoch von den Gemeinden übernommen werden.
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