22.08.2016, 20:14 Uhr

Neun Wochen Ferien

Petra M. versteht berufstätige Eltern, die die Kinderbetreuung in den Ferien als großes Problem sehen, da diese weniger Urlaub haben. (Foto: Archiv)

Sind die Sommerferien Luxus pur, Fadesse pur oder Organisationshorror für Familien?

BEZIRK (nim). Die Ferien, die für Lehrer und Schüler paradiesisch klingen, stellen immer mehr Eltern vor Herausforderungen. Wer passt auf die Kinder auf, wenn der Urlaub von Papa und Mama nach zwei Wochen vorbei ist?

Umverteilung der Ferien

Familienministerin Karmasin forderte, zwei Wochen der Sommerferien in den Herbst zu verschieben. „Für mich sind die neun Wochen perfekt, um vom Schulstress richtig zu entspannen, doch mit der Umverteilung hätte ich selbst kein Problem, da die Gesamtdauer der Ferien gleich bleibt“, schildert NMS-Schüler Erich H.

Schulen öffnen ab August

FP-Klubchef Waldhäusl will, dass Schulen ab erstem August wieder öffnen und Nachhilfe anbieten. „Die Idee finde ich super, da die Kinder in den Ferien viel vergessen und mit Nachhilfe könnten die Unterrichtsinhalte aufgefrischt und somit der Einstieg in den Schulalltag erleichtert werden“, erklärt Susanne W., Mutter von zwei Kindern. Petra M. ist selbst Volksschullehrerin, für sie waren die Ferien bezüglich der Kinderbetreuung nie ein Problem, aber sie kann die Sorgen der Eltern gut verstehen. „Ich sehe den Vorschlag von Waldhäusl als äußerst konstruktiv und sinnvoll an, da die Kinderbetreuung in den Ferien oftmals ein großes Problem für Eltern darstellt“, so Petra M.

Umsetzbarkeit der Vorschläge

Der Direktor der Polytechnischen Schule, Peter Zemann, schätzt den Vorschlag von Bildungsministerin Karmasin als pädagogisch nicht sinnvoll ein, da die vielen Unterbrechungen durch Ferien die Schüler aus dem Schulalltag herausreißen. „Der Vorschlag von Waldhäusl ist zu unkonkret, um weitere Schlüsse daraus ziehen zu können, aber die einfache Grundidee wäre durchaus denkbar“, erläutert Zemann.
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