10.05.2016, 22:46 Uhr

AMS: Rekord trotz vieler Jobangebote

Herbert Leidenfrost, Leiter des AMS, kann noch keine Entwarnung vom Arbeitsmarkt geben: "Für fast jeden Betroffenen ist Arbeitslosigkeit ein dramatischer Einschnitt seiner Erwerbskarriere."

Der Arbeitsmarkt erholt sich nicht, ganz im Gegenteil! Bruck ist unter dem NÖ-Durchschnitt.

BEZIRK (bm). Das Ende der Saisonarbeitslosigkeit mit dem Einsetzen milderer Temperaturen brachte nicht die erhoffte Entspannung am Brucker Arbeitsmarkt. Derzeit sind 1.546 Personen auf Jobsuche, das ist ein Plus von 60 Personen und bedeutet den nächsten "Höchstrekord".

Langzeitarbeitslosigkeit

Trotzdem der AMS-Leiter Herbert Leidenfrost erklärt, "dass die Arbeitslosenzahlen in allen Alterskategorien höher als vor einem Jahr liegen", zeigen sich die Daten zur Langzeitarbeitslosigkeit deutlich überhöht, 327 Personen sind davon betroffen. "Je höher das Ausbildungsniveau, desto mehr Jobs stehen zur Auswahl. Personen mit geringer Ausbildung suchen deutlich länger, rund sechs Monate, bis sie wieder eine passende Beschäftigung haben", zieht Leidenfrost Bilanz. Der Stellenmarkt für Hilfskräfte schrumpft seit Jahren kontinuierlich, so sind von 181 neuen Jobs lediglich 39 für den Hilfskräftebereich. Gleichzeitig aber steigt der Anteil der Arbeitslosen mit nur Pflichtschulabschluss weiter an, mit Ende April waren davon 656 Brucker betroffen.

Jobs vorhanden

Gleichzeitig kann das AMS aber so viele offene Stellen anbieten wie nie zuvor. Im Moment sind 217 Stellen ausgeschrieben, das sind um 76 mehr als noch im vergangenen Jahr. Erfreulich: Beinahe 20 Stellen konnten durch das AMS von einem Möbelhaus akquiriert werden. Im Schnitt sind ausgeschriebene Stellen nach 17 Tagen wieder besetzt, es gilt, sich schnell zu bewerben. "Auch Nachbarn, Freunde und Bekannte sind erfolgreiche Jobvermittler", rät Leidenfrost abschließend.
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