16.04.2016, 18:41 Uhr

Ausfahrt wie früher: Das war der Vienna Höhenstrasse Classic 2016

Vor dem Einkaufszentrum Q19 startet der Höhenstraßen Classis - mit einer kurzen Vorstellung jedes Autos.

70 historische Autos sind am 16. April einen Parcours von Döbling nach Tulln und zurück gefahren.

DÖBLING. Von 1913 bis 1991 gehen die Baujahre der Autos, die beim Vienna Höhenstraßen Classic zu bewundern waren. Etwa 240 Kilometer lang war die Strecke, die die Fahrer vom Start beim Döblinger Einkaufszentrum Q19 über - natürlich - die Höhenstraße, Hollabrunn und Sonndorf bis nach Tulln und wieder zurück zurücklegten. Die Siegerehrung fand im Stift Klosterneuburg statt.

Die Liebhaber alter Autos sind wie die Autos selbst - höchst unterschiedlich. Es dominieren die älteren Herren, die sich mit einem Oldtimer endlich einen Kindheitstraum erfüllen, aber sportliche Frauen am Steuer oder jüngere Paare sind keine Seltenheit. Die Faszination, sagt Wolfang Prochazka, "ist wie ein Virus. Wenn man es einmal hat, kriegt man es nicht mehr los." Infiziert hat er unter anderem seine Tochter Michaela, die am Beifahrersitz sitzt, seit sie fünf Jahre alt ist. Die beiden bestreiten das Rennen mit einem Buick aus dem Jahr 1918. "Den konnte ich fahren, noch bevor ich den Führerschein hatte," sagt Michaela. Heute gibt sie aber die Beifahrerin - ein nicht minder wichtiger Part bei einem solchen Rennen, immerhin muss sie mithilfe des Routenbuchs den Überblick über die Strecke bewahren. Unterschiedliche Aufgaben wie das Bewältigen einer Strecke in einer bestimmten Zeit oder mit einer vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit machen die fünf Etappen abwechslungsreicher, aber auch anstrengender.

Neben sportlichen, jüngeren Modellen von Alfa Romeo oder Porsche hat der alte Buick wahrscheinlich keine Chancen auf den Sieg. "Das macht aber nichts", sagen Wolfgang und Michaela Prochazka - ihnen geht es um den Spaß und die gemeinsam verbrachte Zeit. Viele andere Fahrer sehen das ähnlich: "Es macht Spaß sich mit den anderen Fahrern über ihre Autos auszutauschen" sagt Herbert Pfeiffer, "sehr viele Leute ermüdet man mit den Benzingesprächen doch sehr, und hier kann man einfach reden." Reden, Autos bewundern, tüfteln und die niederösterreichische Frühlingslandschaft durchfahren - nicht schlecht für einen sonnigen Samstag.
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