22.07.2016, 16:16 Uhr

Sommerbaustellen: Am Gürtel ist derzeit viel Geduld gefragt

Am Gürtel werden bis zu 120 Jahre alte Wasserrohre getauscht. Mehrere Engstellen sind die Folge. (Foto: Anja Gaugl)

Bevor es besser wird, wird es schlimmer: Der Westen Wiens ist von den Sommerbaustellen stark betroffen. Wo genau mit Verzögerungen zu rechnen ist.

WIEN. (ag/tba). Alle Jahre wieder: In den Sommermonaten nutzt die Stadt die Urlaubszeit für notwendige Baustellen auf Wiens Straßen. Derzeit erreicht die Baustellenzeit – und damit auch die Stauzeit – ihren Höhepunkt.

Ausweichen ist schwierig bis unmöglich. "Seit Jahren wird versucht, den Verkehr aus den Grätzeln zu bekommen und Schleichwege zu schließen", so Harald Lasser vom ÖAMTC. "Wenn dann auf den Hauptrouten Baustellen sind, wird es schwierig." Die Stadt gebe aber ihr Bestes. Von Seiten der Opposition wurde jedoch Kritik am Baustellenmanagement laut. Baustellenkoordinator Peter Lenz ist unbeeindruckt: "Wir bemühen uns um bestmögliche Abwicklung und sind im Zeitplan." Natürlich habe er Verständnis für den Ärger der Autofahrer – bitte diese aber wiederum um Verständnis für die ’notwendigen Arbeiten’.

Die bz hat sich die wichtigsten Stellen im Westen angesehen:

Gürtel: Gleich vier Baustellen verwandeln den Gürtel Richtung Süden täglich in eine Nervenprobe für Autofahrer. Mit 20 bis 30 Minuten Verzögerung muss man hier rechnen. Laut ÖAMTC ist der Schwerpunkt schlechthin zwischen Gablenzgasse und Goldschlagstraße. Abschnittsweise sind hier nur zwei Fahrspuren frei. Bis 31. August bzw. 4. September sollen die Baustellen abgeschlossen sein. Gerade rechtzeitig für das Ferienende.

Döblinger Hauptstraße: Unangenehm ist die Baustelle zwischen Billrothstraße und Gürtel. Der Grund: Hier kommen wichtige Verbindungen aus allen Döblinger Bezirksteilen zusammen. Bis zu 15 Minuten im Stau verbringen hier die Autofahrer laut ÖAMTC. Die Arbeiten laufen noch bis 5. August. Ein weiteres Nadelöhr ist die Krottenbachstraße. Der Verkehr wird in beide Fahrtrichtungen auf eine Spur gepfercht und ist dementsprechend zäh.

Wattgasse: Derzeit ist die Wattgasse ab Höhe Geblergasse Richtung Währing gesperrt, es gibt eine Umleitung. Hier kommt es im Moment zu keinen Problemen. Aber: Am 8. August beginnt eine neue Bauphase, bei der die Wattgasse von der Sautergasse bis zur Hernalser Hauptstraße gesperrt wird. Die Autofahrer werden von der Lidlgasse über die Richthausenstraße, Redtenbacher- und Sautergasse zurück zur Wattgasse umgeleitet. Außerdem wird die Kreuzung Hernalser Hauptstraße/Wattgasse gesperrt. Diese Sperre wird laut dem Verkehrsexperten Harald Lassar für Verzögerungen sorgen. Baustellenkoordinator Lenz ist optimistischer: "In dieser Zeit sind Wiens Straßen am leersten, wir haben extra gewartet."
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