10.05.2016, 17:42 Uhr

Eisenstadt: Erneute Zerstörung von FPÖ-Wahlplakaten – Géza Molnár mit heftiger Kritik an Polizeiführung

Erneut wurden mehrere FPÖ-Wahlplakate in Eisenstadt zerstört. (Foto: FPÖ)
EISENSTADT. Nachdem es vor etwa vier Wochen zu einer Attacke auf die FPÖ-Landeszentrale in der Eisenstädter Ruster Straße sowie zur Zerstörung von 15 blauen Wahlplakaten gekommen war (die BEZIRKSBLÄTTER berichteten), sieht sich die Freiheitliche Partei erneut mit "Anschlägen" auf ihr Eigentum konfrontiert. In der Nacht auf den 9. Mai wurde laut FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár ein Großteil der über 100 erst kürzlich in Eisenstadt aufgestellten Wahlplakate zerstört.
Obwohl die Polizei bereits erste Spuren sichern konnte, übt Molnár heftige Kritik an deren Führung.

Asylantenheim als Vergleich

Und dafür zog der neue blaue Klubobmann einen brisanten Vergleich. "Wenn im Vorgarten eines Asylantenheimes auch nur ein Grashalm umgeknickt wird, rücken – zu Recht – Spezialeinheiten aus. Wenn aber linkslinke Banden stundenlang in der Stadt unterwegs sind, um Einrichtungen zur Wahlwerbung zu zerstören, passiert gar nichts. Keiner sieht etwas, keiner hört etwas, keiner tut etwas. Es betrifft ja nur die FPÖ“, so Molnár in einer Aussendung.

Mehrere Tausend Euro Schaden


Mehrere Tausend Euro würde der im laufenden Präsidentschaftswahlkampf angerichtete Schaden mittlerweile betragen. Und das "exklusive Personal- und Maschinenstunden". "Ich erwarte mir von der Polizeiführung, dass sie nun endlich alle erforderlichen Maßnahmen trifft, damit wir in den verbleibenden Tagen ungestört unser demokratisch gewährleistetes Recht auf Wahlwerbung ausüben können", so Molnár, der außerdem noch nachlegt: "Traurig, dass man darum überhaupt bitten muss."

"Haben konkrete Spuren"

Leutnant Daniela Landauer, Büroleiterin und Pressesprecherin der Landespolizeidirektion (LPD) Burgenland, verweist bezüglich der zerstörten Plakate auf die intensiv laufenden Ermittlungen. "Die Polizei ist nicht untätig, wir haben konkrete Spuren und Anhaltspunkte. Die Streifendienste sind auf Plakatzerstörer sensibilisiert und halten zusätzlich ihr Augenmerk auf verdächtige Fahrzeuge." Auch für die im April erfolgte Attacke auf die FPÖ-Landeszentrale gebe es "sehr gute Spuren". Natürlich könne man aber nicht "bei jedem Plakat einen Polizeibeamten hinstellen".

"Schlag ins Gesicht"

Für die von Molnár geäußerte Kritik zeigt die LPD laut Landauer "völliges Unverständnis". "Die Kritik ist für uns wie ein Schlag ins Gesicht. Wir machen alles Menschenmögliche, um die Täter ausfindig zu machen."
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