23.08.2016, 13:28 Uhr

Erstmals im Burgenland und in ganz Österreich: Jüdischer Kulturweg initiiert

Gert Polster (Dir. Landesmuseum Burgenland), Christine Teuschler (GF. Bgld. Volkshochschulen), Alfred Lang (GF. BFG) und Johannes Reiss (Dir. Österreichisches Jüdisches Museum) stellten am Dienstagvormittag die Broschüre "Jüdische Kulturwege im Burgenland" in Eisenstadt vor.

Bis vor kurzem war Österreich noch ein weißer Fleck auf der Europa-Karte der Jüdischen Kulturwege. Jetzt nicht mehr.

EISENSTADT. Am 4. September 2016 wird zum 17. Mal der Europäische Tag der jüdischen Kultur in 35 Ländern Europas begangen. Das Burgenland ist heuer bereits zum dritten Mal dabei.

Zahlreiche Rundgänge

Neben der Teilnahme am europaweiten Event mit zahlreichen Rundgängen in den ehemaligen jüdischen Gemeinden des Burgenlandes – alle Infos dazu auf www.forschungsgesellschaft.at – darf sich das jüngste Bundesland Österreichs aber auch über eine einzigartige Initiative freuen: erstmals wird im Burgenland – und damit auch in Österreich – ein Jüdischer Kulturweg initiiert. Und zwar von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft (BFG) , die dazu am 23. August eine Broschüre in Eisenstadt vorstellte.

"Sind jetzt Teil davon"

Bis vor kurzem war Österreich noch ein weißer Fleck auf der Europa-Karte der Jüdischen Kulturwege. "Jetzt sind wir ein Teil davon", erklärte Alfred Lang, Geschäftsführer der BFG, bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag stolz.

Zwölf Orte im Burgenland


In der vorgestellten Broschüre "Jüdische Kulturwege im Burgenland" werden insgesamt zwölf Orte im Burgenland beschrieben, in denen es bis 1938 eigenständige jüdische Kultus- oder Filialgemeinden gab. Besucher der zwölf Orte haben nun die Möglichkeit, einen Rundgang zu beschreiten, der an Plätze einstigen jüdischen Lebens führt. Ergänzt werden die Darstellungen durch praktische Hinweise, etwa zum Auffinden der Schlüssel für versperrte Friedhöfe oder Kontakte zu lokalen Gedenkinitiativen.

Die Broschüre, die auch online unter www.forschungsgesellschaft.at/routes abrufbar ist, entstand in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen, dem Österreichischen Jüdischen Museum Eisenstadt und dem Landesmuseum Burgenland.
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