12.05.2016, 20:31 Uhr

Die unterschätzte Gefahr "Herzschwäche"

Moderatorin Angelika Pehab mit Primar Hans Altenberger beim MINI MED Studium in Salzburg. (Foto: Sabine Bernetstätter)

Kardiologe Johann Altenberger informierte beim MINI MED Studium.

SALZBURG. „Für mich ist es im wahrsten Sinne des Wortes eine echte Herzensangelegenheit, Ihnen das Thema Herzschwäche näherzubringen, zumal die Problematik häufig unterschätzt wird“, begrüßt Primar Hans Altenberger die vielen Besucher beim MINI MED Studium in Salzburg.

Die Symptome erkennen
Der ärztliche Leiter der SKA-RZ Großgmain und Autor des Fachbuches „Herzschwäche. Ursachen - Diagnose - Therapie“ weiß um die Notwendigkeit, die breite Bevölkerung besser über erste Anzeichen der Erkrankung zu informieren.
Reduzierte Leistungsfähigkeit, Atemnot, geschwollene Gliedmaßen aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen, Husten und Kurzatmigkeit können Symptome sein, die auf eine Herzschwäche hindeuten. „Wir Kardiologen wollen Patienten frühzeitig sehen, damit wir rechtzeitig ursächlich behandeln können“, so Altenberger.

Gut leben mit Herzschwäche
Zuallererst steht die Aufklärung und Schulung des Patienten mit Herzschwäche. Was schadet dem Herzen, was tut ihm gut? Der nächste Schritt ist die Medikation. „Worunter wir Kardiologen leiden ist, dass Patienten die verschriebenen Medikamente oft nicht richtig dosiert einnehmen. Darin sehe ich noch großes Potential hinsichtlich Lebensqualität und Lebenserwartung“, argumentiert Altenberger. Erst in dritter Konsequenz werden Möglichkeiten eines Eingriffes individuell besprochen und bei Bedarf durchgeführt.

Das Kardiomobil tourt durchs Land

Gerade in der ersten Zeit nach der Diagnose „Herzschwäche“ oder einem damit verbundenen Krankenhausaufenthalt ist es wichtig, dass die Patienten sich auch zu Hause zurechtfinden. „Dabei helfen im Bundesland Salzburg sechs speziell geschulte Pflegepersonen, die mit dem Kardiomobil kostenlos Hausbesuche machen. Sie begleiten die richtige Medikamenteneinnahme, informieren über Symptome, Ernährung, Lebensstil und binden Angehörige ein“, weiß die Koordinatorin Sabine Stadler von Avos.

Mehr Infos finden Sie unter www.minimed.at.
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