27.04.2016, 07:30 Uhr

Piktogramme für Asylwerber

In den Freibädern startet am 1. Mai die Saison. In einigen wird es heuer auch "Benimmregeln" für Asylwerber geben. (Foto: Franz Neumayr)

Ob in den Flachgauer Freibädern Piktogramme wie in der Stadt kommen, ist noch ungewiss.

FLACHGAU (mek). Weil es zu Jahresbeginn Beschwerden über sexuelle Belästigung in einem Hallenbad in der Stadt Salzburg gegeben hat, ließ diese nun Verhaltensregeln in Form von Piktogrammen ausarbeiten. Diese Benimmregeln sind kürzlich in den Bädern der Stadt angebracht worden. Die Flachgauer Gemeinden sehen diese Thematik für die Freibäder in Salzburg Umgebung unterschiedlich.

Unterschiedliche Meinungen

"Ich finde das grundsätzlich eine gute Idee", sagt Thalgaus Bürgermeister Martin Greisberger und ergänzt: "Das werden wir auf jeden Fall diskutieren." Seit Juni 2015 waren rund 240 Bewohner im Quartier untergebracht. Andrea Unterrainer von der Organisation "Thalgau hilft" hat keine Bedenken. "Es waren vergangenes Jahr bereits Asylwerber in der Gemeinde. Sie waren nur selten im Freibad. Beschwerden hat es keine gegeben." Die Gemeinde verfügt über ein viel besuchtes Freibad, das von Mai bis September geöffnet hat. Auch Seekirchens Bürgermeisterin Monika Schwaiger will sich das Anbringen der Piktogramme grundsätzlich überlegen. In Seekirchen sind rund 75 Asylwerber in zwei Holzhäusern der Caritas untergebracht.

Thematik ernst nehmen

Für Neumarkts Bürgermeister Adolf Rieger sind solche "Benimmregeln" kein Thema. "Es ist bisher diesbezüglich noch niemand an mich herangetreten. Auch im Bergheimer Schwimmbad "Bergxi" sind keine Piktogramme geplant. "Wir haben diese Thematik besprochen und auch sehr ernst genommen, Handlungsbedarf sehen wir aktuell aber keinen", so Bergheims Amtsleiter Anton Zitz. Wichtiger sei es, dass "das Aufsichtspersonal gut aufpasst". Die Asylwerber würden zudem eher zurückgezogen leben. Daher sei es fraglich, ob überhaupt jemand von ihnen ein Freibad besuchen wird.

Im Unterricht besprochen

"Wir haben die Deutschlehrer instruiert, im Unterricht das richtige Verhalten im Schwimmbad durchzugehen und zu besprechen", weiß Freiwilligen-Koordinatorin Gabriele Rupnik von der Caritas. Rupnik hegt daher keinerlei keine Bedenken.
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