15.03.2016, 00:00 Uhr

Der Wald als Apotheke: Was Kräuterhexen gerne kochen

Der Bärlauch kann im Frühjahr geerntet werden und darf nicht mit Maiglöckchen verwechselt werden. (Foto: wikipedia)
BEZIRK. Im März findet man beim Waldspaziergang allerlei genießbare und gesunde Kräuter, so zum Beispiel: schwarzer Holunder, Kirschbaumrinde, Labkraut, Löwenzahnwurzel und Blätter, Lungenkraut, Mistelblätter und Brennnesseln - die sind als Suppe oder Spinat äußerst schmackhaft.
Aus Veilchenblüten kann man Essig gewinnen und Bärlauch findet sich in vielen Aufstrichen und Saucen wieder.
Zu den nicht genießbaren Pflanzen gehören Huflattich, Leberblümchen, Schöllkraut, Frühlingsscharbockskraut sowie Herbstzeitlose und Maiglöckchen, die oft mit Bärlauch verwechselt werden. "Der Sammelzeitpunkt und die Dosis sind ausschlaggebend", teilt Bertha Vondra aus Drösing mit.
Eine besonders hilfreiche Salbe kann aus den Knospen der Pappeln hergestellt werden. Wenn wir jetzt durch den Wald wandern verrät sich
die Pappel durch ihren intensiven "apothekenartigen" Geruch. Nach einem starken Wind sind oft Zweige mit Knospen am Boden zu finden.
diese Knospen werden gereinigt und in Öl eingelegt, das leicht erwärmt wird.
Danach werden die Knospen abgeseiht und im Wasserbad Öl mit etwas reinem Bienenwachs verschmolzen.
Ein Rezept von Bertha Vondra: Veilchenessig: Eine Handvoll Veilchenblüten in guten Apfel- oder Weinessig geben und 24 Stunden ziehen lassen. Danach abseihen und wieder Veilchenblüten in den Essig geben (Kann im Sommer auch mit Rosenblüten gemacht werden.)
Generell raten Kräuterhexen: Nur eindeutig bestimmte Pflanzen verwenden. In der Bücherei Drösing, gibt es den Umweltleseturm mit umfangreichem Material zum Thema Wald und Natur
Mehr Infos unter www.weinviertler-kraeuterakademie.info/index.html
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