09.04.2016, 09:00 Uhr

Vom Speckgürtel zur Vitalregion

Die Steuerungsgruppe präsentierte gemeinsam mit den LeiterInnen der Arbeitsgruppen das Ergebnis des Entwicklungsprozesses. (Foto: Feichtner)

Wenn es nach den Wünschen und Visionen der Entscheidungsträger geht, soll sich das südöstliche Mittelgebirge von einer Schlafregion in eine „aktivierende Vitalregion“ wandeln.

In den vergangenen fünf Monaten hat ein breit angelegter Entwicklungsprozess für die Gemeinden Patsch, Lans, Sistrans, Aldrans, Ampass, Rinn und Tulfes sowie Ellbögen und der Stadtteile Igls und Vill stattgefunden. Ziel dieses Prozesses war es, ein gemeinsames Bild über die zukünftige Positionierung und Ausrichtung der gesamten Region zu entwickeln. In der Projektgruppe nahmen rund 100 VertreterInnen aus Wirtschaft, Landwirtschaft, Kunst und Kultur, öffentliche Institutionen, Tourismus, BürgermeisterInnen sowie engagierte BürgerInnen der Region teil.

Vision einer aktivierenden Vitalregion

Das Mittelgebirgsplateau am Fuße der Berge Patscherkofel und Glungezer wird sich zukünftig als aktivierende Vitalregion präsentieren. Die Themen „Gesundheit“ und „Vitalität“ für BewohnerInnen, Tages- wie Urlaubsgäste stehen dabei im Mittelpunkt. Auch dem Schlagwort „Freizeit“ wird hohe Bedeutung zugemessen: „Es geht darum, eine große Freizeit- und Lebensqualität für die Bevölkerung im Zentralraum zu schaffen. Das Gebiet rund um den Patscherkofel/Glungezer soll Erreichbarkeit und Erlebnis für die Bevölkerung bieten“, sind sich die Mitglieder der Steuerungsgruppe einig.

Projektentwicklung in Arbeitsgruppen

Acht unterschiedliche Arbeitsgruppen werden in den kommenden Monaten konkrete Schritte zur Umsetzung dieser Visionen setzen. Eine davon wird sich beispielsweise mit der Konzeptentwicklung für ein Vitalzentrum beschäftigen, welches zukünftig ein medizinisch therapeutisches Leistungsangebot für die gesamte Region bereitstellen soll. In einer anderen Arbeitsgruppe sollen die Sport- und Bewegungsangebote für alle Altersstufen ausgebaut werden. Zwei Projektgruppen besprechen die Themen „Wandern“ und „Radfahren am Plateau“, während eine weitere Gruppe eine Bedarfsanalyse zum Thema „Mobilität am Plateau“ durchführen wird. Die Koordinierung und Inszenierung von Hütten sind ebenfalls ein Bereich, der von einer eigenen Arbeitsgruppe diskutieren wird. Ebenfalls um Abstimmung und Koordination geht es in der Arbeitsgruppe „Regionale, landwirtschaftliche Erzeugung und Vermarktung“. Ziel ist es, eine verstärkte Fokussierung in der Produktion auf Bio- und gesundheitsfördernde Naturprodukte zu legen und diese dann gemeinsam zu vermarkten. Schließlich möchte sich die Gruppe „Kunst, Kultur, Zusammenleben und Identität“ sich für die Einführung gemeinsamer identitätsstiftender Veranstaltungen für die Region einsetzen. Weitere Ziele sind die Förderung von lokalem Brauchtum und Tradition sowie die Weiterentwicklung bestehender bzw. Entwicklung neuer Kulturformate.
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