20.05.2016, 17:54 Uhr

Sammeltaxi für Ober St. Veit gefordert

"Eine gute öffentliche Anbindung rund um die Uhr ist für junge und ältere Menschen im Bezirk sehr wichtig", finden Johanna Sperker und Harald Mader von der JVP Hietzing.

Ober St. Veit: JVP Hietzing setzt sich für die Ausweitung des Sammeltaxis der Wiener Linien ein.

HIETZING. Die JVP Wien will nun eine Forderung aus dem vergangenen Wahlkampf umgesetzt sehen: "Es geht uns um die Erreichbarkeit des Wohngebiets in Ober St. Veit in der Nacht – nicht nur für junge Menschen, sondern auch für ältere im Bezirk. Jede zusätzliche öffentliche Verbindung hilft", so JVP-Obfrau Johanna Sperker.

Der Antrag auf Erweiterung des ASTAX (Anruf-Sammeltaxi) ist im Bezirk bereits angenommen worden. "Nun muss dieser in den nächsten Wochen im Ausschuss diskutiert werden", so JVP-Geschäftsführer Harald Mader. Als Endstation ist der Wolfrathplatz angedacht. Zudem sollen weitere Stationen und ein größeres Bediengebiet des ASTAX N54 erreicht werden.

Neben der Verbesserung der Erreichbarkeit des Bezirks in den Nacht- und Morgenstunden steht auch der Sicherheitsgedanke. "In der Nacht ist in Ober St. Veit kaum jemand auf der Straße. In den Seitengassen kann es auch sehr dunkel sein. Da will man als junger oder alter Mensch zu Fuß nicht gerne lange alleine unterwegs sein", findet Sperker.

Reguläre Taxifahrten können sehr teuer werden. Zudem kann sie sich nicht jeder leisten. Bezirksvorsteherin Silke Kobald steht hinter der Forderung der JVP: "Ich kann nur mit Nachdruck bekräftigen, dass eine Verbesserung der öffentlichen Erreichbarkeit von Ober St. Veit in der Nacht nötig ist."

Keine Erweiterung geplant

Von den Wiener Linien kommt vorerst eine Absage auf die Forderung der JVP: "Im Moment gibt es keine Pläne, unser ASTAX-Angebot in Hietzing bis nach Ober St. Veit zu erweitern. Dies liegt auch an den zusätzlichen Kosten, die für das Personal und geeignete Fahrzeuge entstehen würden", so Wiener-Linien-Pressesprecher Daniel Amann. Das Gebiet sei durch Nightline-Busse und die Nacht-U-Bahn gut abgedeckt. Das ASTAX N54 bis Unter St. Veit sei derzeit für diese Grätzel ausreichend. Die Wiener Linien prüfen aber permanent die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.
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