Bezirkschef Ebert
Neuer Radweg, mehr Glasfaser – Das kommt auf Hietzing zu

Wir haben den Hietzinger Bezirksvorsteher Friedrich Nikolaus Ebert (ÖVP) zum Interview getroffen.  | Foto: Lisa Kammann
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Im Interview erzählt der Hietzinger Bezirksvorsteher Friedrich Nikolaus Ebert von seinen bisherigen Erlebnissen in seinem Amt und gibt einen Ausblick, was im Bezirk heuer ansteht. 

WIEN/HIETZING. Friedrich Nikolaus Ebert (ÖVP) ist seit 7. November Bezirksvorsteher von Hietzing. MeinBezirk.at hat ihn erneut zum Interview getroffen. Dabei gibt er einen Einblick in seine bisherige Arbeit und bietet einen ausführlichen Ausblick auf die kommenden Neuerungen im Bezirk. Was wird sich bald zum Positiven verändern, wo gibt es noch Verbesserungspotenzial? Ebert klärt im Gespräch auf. 

Sie haben schon seit knapp drei Monaten das Amt des Bezirksvorstehers inne. Was sind Ihre bisherigen Erfahrungen?
FRIEDRICH NIKOLAUS EBERT: Die vergangene Zeit war sehr spannend und ich habe bereits viele positive Erfahrungen gemacht. Ich habe viel Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Schulen und weiteren Einrichtungen. Auch mit der Exekutive bin ich im ständigen Austausch. Es ist wichtig für uns, dass der Bezirk sicher bleibt. Auch die Bildung und die medizinische Betreuung der Hietzingerinnen und Hietzinger liegt mir sehr am Herzen. Deshalb freue ich mich auch auf die neue Klinik Hietzing. Dieses große Projekt wird 2026 angegangen.

Was steht in den nächsten Monaten in Hietzing an? Über welche Neuerungen können Sie berichten?
Ein wichtiger Erfolg ist, dass ab Mitte Februar entlang der Straßenbahnlinie 60 im Regelbetrieb nur mehr Niederflur-Garnituren fahren werden. Man steigt zukünftig also angenehmer bzw. barrierefrei ein und aus und es können mehr Personen pro Garnitur befördert werden. Wir haben in der Sache Gespräche mit den Wiener Linien geführt und das ist das erfreuliche Ergebnis. Eine weitere Verbesserung, die heuer stark vorangetrieben wird, ist der Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur im Bezirk.

Dieses Bild einer alten Garnitur wird an der 60er-Strecke bald der Vergangenheit angehören.  | Foto: Wiener Linien
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Wo in Hietzing wird genau der Glasfaser-Ausbau stattfinden?
Das Unternehmen A1 setzt den Ausbau um, er geschieht in diesem Jahr in mehreren Bezirksteilen. Als Erstes sind Teile von Ober St. Veit und Alt-Hietzing an der Reihe. Im nächsten Jahr geht es weiter im Raum Speising in den Siedlungen St. Hubertus und Teilen der Friedensstadt. Das ist ein wesentlicher Schritt, der die Arbeit für Unternehmen erleichtern wird. Aber auch privat profitieren die Bewohnerinnen und Bewohner davon, und das ist ebenso wichtig.

Dieses Jahr schreitet der Glasfaser-Ausbau im Bezirk voran.  | Foto: Breitband Steiermark
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Apropos Friedensstadt: Wie steht es dort um die Sanierung der Straßen?
Auch hier wird sich in diesem Jahr etwas tun. Heuer wird in der Siedlung der „Kleine Ring“ saniert. Zuvor werden noch vorbereitende Arbeiten für den zukünftigen Glasfaseranschluss durchgeführt. Das ist eine notwendige Angelegenheit, die bald erledigt wird.

Radfahren in der Atzgersdorfer Straße

Wie wird es 2024 mit der Altgasse weitergehen?
Die erste Phase, beginnend bei der Maxingstraße, ist schon fertig, nach der Winterpause geht es mit der zweiten Phase weiter. Die Arbeiten laufen bis zum Sommer, im Herbst soll die neue Altgasse fertig sein. Wichtig ist für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Gewerbetreibenden, dass der Umbau schnell vorangeht, darum sind alle Beteiligten sehr bemüht. Ich freue mich schon auf das Ergebnis, die ersten Eindrücke sind sehr vielversprechend.

Ist in diesem Jahr auch in Sachen Radwege etwas Neues zu erwarten?
Ja, und zwar in der Atzgersdorfer Straße. Dort wird heuer ein baulich getrennter Radweg auf beiden Seiten der Atzgersdorfer Straße zwischen Am Rosenhügel und Schluckergasse gebaut und damit ein Lückenschluss erreicht.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotential im Bezirk?
Was man bestimmt noch ausbauen kann, ist das Sport- und Freizeitangebot. Im Bezirk braucht es mehr Sportplätze. In Speising haben wir einen richtigen Fußballplatz, an anderen Orten sieht es weniger gut aus. Da werden wir noch stärker den Austausch mit der Stadt Wien suchen. Das ist leider auch eine finanzielle Frage und das Bezirksbudget ist, wie bekannt, knapp.

Fußballplätze wie dieser bei der Siedlung Hermweswiese sind in Hietzing Mangelware.  | Foto: Kautzky
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Beim alten Don-Bosco-Areal wird ja versucht, die dortige Sportwiese für die Hietzingerinnen und Hietzinger zu erhalten. Wie laufen die Verhandlungen mit der Stadt Wien?
Die Gespräche laufen gut, wir sind sehr zuversichtlich, dass die Wiese bestehen bleibt und geöffnet wird. Aktuell wird ein Vertrag zur zukünftigen Nutzung zwischen der MA 42 – Wiener Stadtgärten und den Eigentümern der Liegenschaft auf Antrag der Hietzinger Bezirksvertretung erstellt. Das ist kein professioneller Sportplatz, aber für die Kinder und Jugendlichen in der Umgebung eine wichtige Naherholungsfläche im Herzen von Unter St. Veit.

Kommt der Nahversorger?

Viele Bewohnerinnen und Bewohner um den Montecuccoliplatz haben die Sorge, dass beim neuen Gemeindebau, der gerade dort entsteht, nun doch kein Nahversorger einziehen wird – so wie es eigentlich versprochen wurde. Wissen Sie Näheres dazu?
Ich würde den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr gerne diese Sorge nehmen und eine verbindliche Antwort geben, aber das kann ich leider nicht, da wir keinerlei Weisungsbefugnis gegenüber den Geschäftsgebarungen von Wiener Wohnen haben. Bestandteil des neuen Gemeindebaues war und ist meines Wissens nach ein neuer Supermarkt im Erdgeschossbereich. Das ist sehr wichtig und das wurde uns zugesagt. Jetzt muss es auch dazu kommen. Wir tun unser Möglichstes.

So soll der Neubau am Montecuccoliplatz aussehen. Kommt jetzt wirklich ein Nahversorger ins Haus? Bewohnerinnen und Bewohner sind skeptisch.  | Foto: Architekt Studio A
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Die Bürgerinnen und Bürger können Sie jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr ohne Anmeldung besuchen und mit Ihnen über ihre Anliegen sprechen. Wird das Angebot gut angenommen?
Ja, das wird sehr gut angenommen. Worüber ich mich besonders freue, ist, dass ich nicht nur mit Problemen konfrontiert werde, sondern auch viel positives Feedback bekomme. Ich höre natürlich am liebsten, wenn die Menschen mir sagen, wie gerne sie in diesem Bezirk leben.

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