04.05.2016, 16:16 Uhr

Schmetterlinge und das Kraftwerk in Rosenburg

Da das Kraftwerk Rosenburg zur Zeit wieder in aller Munde kommt, scheint es doch von Interesse, meine vor ein paar Jahren gemachten Beobachtungen über die Tagfalter am Umlauf kurz vorzustellen. Ich habe allerdings nicht dort, sondern zunächst in meinem Garten begonnen – die Schmetterlingskunde war ganz neu für mich - , und hier im Sommerdschungel aus drei Meter hohem Sonnenhut immerhin an die 50 Arten gefunden, die tagfliegenden Nachtfalter wie das kolibriartige Taubenschwänzchen, die den Frühsommer kündenden Weißfleck-Widderchen oder die prächtigen Russischen Fahnen des Augusts gar nicht miteingerechnet.
Am Umlauf dann, also der Strecke zwischen Krafthaus und Stausee, besonders in den Umlaufwiesen und der felsigen Westseite des Umlaufberges, waren es über 80 – vom Kleinen Schillerfalter bis zum Großen Waldportier, vom Bunten Dickkopf bis zum Schwefelvögelchen und Himmelblauen Steinkleebläuling – , ein Reichtum also, an dem man wieder sich nun wird entscheiden müssen: Man kann ihn auch in Strom verwandeln. Und man wird sehen, ob wieder sich die alten Kräfte, die des ‚macht euch die Erde untertan‘ durchsetzen können, oder die neuen, die sich als Krone aller Schöpfung eher den letztgenannten Bläuling vorstellen können, an Schönheit wenigstens.
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