15.03.2016, 12:31 Uhr

Handymasten von heute bald Schrott von morgen

Das Infrastrukturministerium hat bereits 2012 die bessere Abstimmung des Ausbaus von Glasfaser- und Funkverbindungen für flächendeckendes und schnelles Internet angekündigt. Dafür sollten eine Milliarde Euro bereitgestellt werden und für entlegene Gebiete sollte es Förderungen aus dem EU-Topf geben. Wie man den Medien aber aktuell entnehmen kann wurde dieses Ziel bislang bei Weitem verfehlt. Die Ausschreibungen für Glasfaserkabel zwischen Funkmasten bzw. für unterversorgte Gebiete laufen zwar, aber trotzdem schießen weiterhin riesige Funkmasten, etwa in der Dimension von Hochspannungsmasten, wie Pilze aus dem Grünland.
Funkmasten, die man schon bald in diesen Dimensionen nicht mehr benötigen wird. Nicht nur Glasfaser sondern vielleicht sogar Sattelitenempfang werden die Technologie von morgen sein und dann stehen sie da, unsere Masten von heute, kahl und unnütz. Und wer wird sie wegräumen? Niemand, weil viel zu unwirtschaftlich!
Das erinnert doch fatal an die Millionen Fernsehantennen, die in den 60er Jahren aus jeder Dachritze quollen und von jedem Balkon. Es hat Jahrzehnte gedauert bis sie sich wieder zurückgezogen haben, aber immerhin, es ist geschehen. Bei den Handymasten erlaube ich mir das zu bezweifeln. Sie werden schon bald Landschaftsschrott von morgen sein und uns als ein weiteres Mahnmal von zu kurz gedachtem Fortschrittsstreben begleiten.
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