26.04.2016, 01:00 Uhr

Julian le Play schrieb einen Soundtrack für "Zugvögel"

Julian le Play veröffentlichte sein drittes Album "Zugvögel" (Foto: Max Parovsky)

Der österreichische Sänger und Songwriter Julian le Play im WOCHE-Gespräch über sein neues Album "Zugvögel".

(chl). Der Song „Eisenbahn“ aus dem neuen Album „Zugvögel“, erzählt Julian le Play im WOCHE-Gespräch, beschreibt recht gut, wie er die vergangenen vier Jahre seit seinem Karrierebeginn erlebt hat: „Ich habe das Gefühl, ich sitze in der Eisenbahn, die fährt recht schnell und es sieht alles sehr normal und easy aus, links und rechts huscht so einiges vorbei, aber vieles bekomme ich gar nicht mit.“

Le Plays Karriere ist tatsächlich schnell vorangegangen, in aller Kürze: vor vier Jahren der erste Singlehit „Mr. Spielberg“, das erste Album „Soweit Sonar“ (2012), die ersten Konzerte; im Jahr darauf der erste Amadeus-Award, Tour durch Österreich und die Arbeit am zweiten Album; 2014 Veröffentlichung des Albums „Melodrom“ im gesamten deutschsprachigen Raum, gefolgt von einer Tour durch Österreich und ersten Konzerten in Deutschland und der Schweiz; 2015 der zweite Amadeus, Konzerte und die Arbeit am dritten Album „Zugvögel“.

Die zwölf Songs aus „Zugvögel“ entstanden auf Reisen. Die Geschichten der Lieder sind allerdings keine Art Reisetagebuch, sondern handeln, wie von le Play gewohnt, vom Leben, von Sehnsüchten, Gefühlen, Träumen …
Besagte Reise, einen mehrmonatigen Eurotrip, wollte le Play nach der Matura machen, doch damals startete stattdessen seine musikalische Reise. Anfang des Vorjahres dachte er sich: „Wann, wenn nicht jetzt? Ich bin jetzt 24 und brauche sowieso Frischluft.“ Und begann, den Eurotrip nachzuholen –in Form von Städtetrips. Der Albumtitel „Zugvögel“ reflektiert dieses Jahr, in dem er „von Ort zu Ort zog und das Zuhause eigentlich nur mehr eine Zwischenstation war, um Wäsche zu waschen, zu lüften und nachzusehen, ob alles in Ordnung ist“.

Durch das Songwriting auf Reisen entstand ein neuer Sound: nicht mehr die Akustikgitarre bestimmt die Melodie, sondern poppige, elektronische Sounds und Beats. „Ich habe Musikequipment mitgenommen, das in den Rucksack passt, kleines Midi-Keyboard und einen Laptop mit mega-vielen Samples und Sounds. Damit bin ich herumgewandert, ans Meer, durch die Straßen, in Cafés und Tavernen – und das Songwriting ist wie von selber geflossen. Damit begonnen habe ich in Lissabon und da es dort so gut funktioniert habe, habe ich diese Art zu reisen und zu arbeiten jedes Monat wiederholt, bis das Album fertig geschrieben war.“ Lissabon folgten Amsterdam, Stockholm, Sevilla, Cinque Terra und Istrien.

Dass dieses Album nicht einem gewöhnlichen Tonstudio produziert wurde, ist nur logisch: Sänger und Band mieteten dafür einen stillgelegten Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert in der Nähe von Bordeaux. „Wir haben das Studio in Wien abgebaut, in einen Kleinbus gepackt, es dort wieder aufgebaut und haben in dem Bauernhof zwei Monate lang gewohnt und aufgenommen.“

In den nächsten Monaten geht’s wieder auf Reisen – auf „Zugvögel“-Tournee durch Österreich und Deutschland. Ein Kärnten-Konzert ist im Rahmen einer Theatertournee im Herbst geplant.
Julian le Play live:

28.05.2016 YBBS, AKS Donaustadion
02.09.2016 KUFSTEIN, Festung
09.09.2016 WIEN, Arena Open Air
10.09.2016 GRAZ, Kasematten Open Air
08.10.2016 LINZ, Posthof
„Zugvögel“ ist auf dem Label „Troubadour Tonträger“ erschienen, Vertrieb: Universal Music.
Mehr Infos: http://www.julianleplay.com
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