09.03.2016, 12:00 Uhr

Lamm aus Zell ist sehr gefragt

Die Lämmer der zehn Bauern verbringen die Sommermonate auf den Almen in Zell (Foto: Woche/Archiv)

Zehn Landwirte aus Zell produzieren Lammfleisch. Die Nachfrage übersteigt die Produktion.

ZELL PFARRE. Unter der Dachmarke "Kosuta" haben sich Landwirte aus Zell Pfarre zusammengeschlossen und vermarkten gemeinsam Rindfleisch, Lammfleisch, Holz und Holzprodukte und bäuerliche Spezialitäten. Besonders begehrt ist bei den Abnehmern das Lammfleisch. "Die Nachfrage übersteigt regelmäßig die Produktion", sagt Vereinsobmann Nanti Olip. Eine besondere Spezialität der Zeller Bauern ist Salami aus Schaffleisch.

Saisonales Produkt

Das Lammfleisch kann nur im April und im Oktober geliefert werden. "Geschlachtet wird nur bevor die Tiere auf die Almen kommen und nach dem Almabtrieb", erklärt Olip. Traditionell werden die Spezialitäten aus Lammfleisch beim Herbstkirchtag angeboten. Rund zehn Landwirte aus Zell züchten derzeit Schafe. Pro Jahr werden zwischen 150 und 200 Schafe geschlachtet. "Wir haben seit 1998 einen Schlachthof. Aufgrund der EU-Richtlinien gab es für uns nur zwei Möglichkeiten. Entweder jeder Landwirt richtet einen eigenen Schlachtraum ein oder wir schließen uns zusammen und bauen einen Schlachthof", erklärt Olip. In dem Betrieb werden auch Rinder und Schweine verarbeitet.

Nachwuchssorgen

Das Alter der Landwirte in der Region macht dem Vereinsobmann Sorgen. "Viele Landwirte in unserer Gemeinde sind schon sehr alt. Es ist immer schwieriger die Jungen zur Übernahme des Hofes zu bewegen", sagt Olip. Den Landwirten wird die Arbeit durch die behördliche Bürokratie zusätzlich erschwert. "Es gibt zwei unabhängige Kontrollen. Man sollte eine einsparen und dafür die Landwirte mehr fördern. Damit wäre jedem geholfen", ist der Obmann des Vereins "Kosuta" überzeugt.
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