20.04.2016, 10:00 Uhr

Schlammschlacht in Rosarot

E-Mail-Verkehr: Weitergeleitete Mails sollen zu dem Hinauswurf von Neos-Landessprecher Klaus-Jürgen Jandl geführt haben (Foto: mev.de)

Weitere Rücktritte bei der Neos-Landesleitung. Bundesorganisation empfiehlt von Neustart zu sprechen.

KLAGENFURT (mv). Im rosaroten Lager tobt eine Schlammschlacht. Nach dem Rauswurf von Neos-Landessprecher Klaus-Jürgen Jandl sollen nun auch Robin Hirschl und Bernd Stechauner ihre Agenden im Neos-Landesteam zurückgelegt haben. Auslöser sind die Vorkommnisse der letzten Tage und die nicht gewährleistete Autonomie des Kärntner Landesteams. Von Seiten des Neos Bundesteams reagierte man auf die aktuellen Vorgänge in Kärnten mit einer Kommunikationsempfehlung. Die Mitglieder sollten kommunizieren, dass sich die Neos Kärnten neu aufstellen. "Für einen echten Neustart legen daher alle bisherigen Mitglieder des Landesteams ihre Positionen zurück" – wird in einem internen Mail vorgeschlagen.

Ein Ultimatum gesetzt

Ex-Neos Landessprecher Klaus-Jürgen Jandl übt nach seinem Rauswurf heftige Kritik an der Bundesorganisation. "Mir wurde am Freitag ein dreistündiges Ultimatum gesetzt. Wenn ich nicht freiwillig gehe, wird man mich hinauswerfen", sagt Jandl: "Mir wurden die Gründe bis jetzt nicht genannt. Aus der Aussendung weiß ich, dass ich gegen die Werte der Neos verstoßen haben soll". Der interimistische Landessprecher der Neos Christoph Haselmayer wirft Jandl vor gegen die Werte der Neos verstoßen zu haben. "Wenn Jandl nicht zu Ausschusssitzungen gehen konnte, hat er Günther Lausegger geschickt, obwohl er aufgrund seines Listenplatzes nicht berechtigt gewesen wäre", sagt Haselmayer und weiter: "Jenen Mitgliedern, die dazu berechtigt waren, wurde die Teilnahme verwehrt. Das kann man nicht akzeptieren."
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Mario König aus Klagenfurt | 21.04.2016 | 12:26   Melden
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