31.08.2016, 13:22 Uhr

6.775 Unterschriften für den Erhalt des Spitals

Eine Deligation der Initiatoren überreichten Karl Wilfing die 6.775 Unterschriften für den Erhalt. (Foto: Sperlich)
KLOSTERNEUBURG (red.) Eine Delegation der Initiatoren der überparteilichen Petition zum Erhalt des Landesklinikums Klosterneuburg als vollwertiges Spital, überreichte Landesrat Karl Wilfing 6775 Unterschriften.

Enttäuscht zeigte sich Stadtrat Stefan Mann darüber, dass trotz konstruktiver Gespräche der Eindruck entstand, dass weder Land noch, die ebenfalls durch ihre Direktoren vertretene Landesklinikum-Holding bereit waren, die Anliegen der Klosterneuburger Bevölkerung in die Zukunftsplanung für das Landesklinikum aufzunehmen.
Wesentlich für Mann ist der Erhalt der qualitativ hochwertigen Notversorgung, auch in der Nacht und am Wochenende. Hier gab es leider eine klare Absage des Landesrates, der lediglich auf die Grundversorgung durch die Spitäler in Tulln, Korneuburg und UKH Wien verwies.
Gemeinderat Erich Deim bemängelte ebenfalls die fehlende Kompromissbereitschaft von Seiten des Landes. Deim wörtlich: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Zahlen manchen wichtiger sind als die Menschen.“ Deim kritisierte, dass es nicht zu verstehen ist, warum die drittgrößte Stadt Niederösterreichs, die eine funktionierende medizinische Infrastruktur hat, diese nunmehr verlieren soll
Besprochen wurden auch die negativen Erfahrungen, die Klosterneuburger Bürgerinnen und Bürger bereits jetzt in der Umstellungsphase gemacht haben und die Zukunft der Belegeschaft.
Ein weiteres Thema war die Belastung insbesonders für ältere Mitbürger, wenn Notversorgungsfälle am Wochenende und in der Nacht nach Tulln oder in andere Spitäler gebracht werden müssen und der zu befürchtende weitere Imageverlust des Spitals, wenn es nicht gelingt eine medizinische Notfallversorgung rund um die Uhr in Klosterneuburg sicher zu stellen. Dieser Imageverlust ist deshalb so dramatisch, weil mit sinkenden Patientenzahlen weitere Kürzungen des Spitals wahrscheinlich werden.
Auch die Auswirkungen auf die Krankentransporte und die freiwilligen Arbeit in diesen Organisationen, wurden von den besorgten Klosterneuburgern angesprochen.
Die Delegation appellierte abschließend nochmals an den Landesrat, die Situation im Sinne der Klosterneuburger Bürgerinnen und Bürger zu überdenken und die Notversorgung nicht nur für die Klosterneuburger in anderen Gemeinden, sondern im Klosterneuburger Spital sicher zu stellen
„Jetzt ist das Land am Zug. Wir hoffen alle gemeinsam, dass tausende Unterschriften nicht einfach so vom Tisch gewischt werden,“ so Mann abschließend.
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