24.03.2016, 00:00 Uhr

Klosterneuburg jagt seinem Müll hinterher

Auch in Weidling wurde der Bach von den Florianis Florian Spitzbart, Julian Forthuber, Marin Trat, Katharina Lorenz und Michael Spitzbart gesäubert. (Foto: privat)

Klosterneuburg sagt Plastikmüll in der Natur den Kampf an.

KLOSTERNEUBURG. Wenn man derzeit durch den Klosterneuburg fährt oder spaziert, wähnt man sich stellenweise auf einer riesigen Deponie: Im Winde tanzend am Straßenrand, halb eingeackert in Felder, als „Osterschmuck“ an Sträuchern – überall Plastikmüll. Jetzt krempelt der Bezirk die Ärmel hoch und startet den Frühjahrsputz für unsere Heimat.

Freunde der Umwelt

Niederösterreichweit machen alle bei der sogenannten Aktion "Stopp Littering" mit, nur nicht die Stadtgemeinde Klosterneuburg. Und das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn wir zeichnen uns als die "Umweltfreunde" schlechthin aus. Nur hin und wieder findet man Plastikmüllansammlungen, aber bereits wenige Stunden später sind sie beseitigt. Kein Wunder, denn es gibt auch genug Organisationen, beispielsweise die Pfadfinder Kierling und Gugging. So erzählt Helmut Salat, Gruppenführer: "Der Wirtschaftshof, also die Stadtgemeinde schreibt das aus und wir machen dann mit den Kindern mit. Das ist toll."

Verwunderte Kinder

Und auch die Volksschule der Anton-Bruckner-Gasse ist im Hintergrund immer mit dabei. "Wir informieren unsere Schüler, erklären um was es geht und einzelne Kinder aus dem jeweiligen Ort gehen dann auch wirklich hin.", erzählt Direktorin Silvia Graser. Doch was erzählen die Kinder im Nachhinein? "Sie sind unglaublich stolz, wie viel sie gesammelt haben und dass sie den Müll säckeweise weggezerrt haben. Meist sind sie auch erstaunt, wie viel weggeschmissen wird.", so Graser.

Zwischen Rasenmähern

Neben den besonders starken Burschen und Mädchen, sind es im Alltag auch die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes, die hinter dem Müll her sind. "In der Holzgasse und auf der Pionierinsel sind die Arbeiter zwei mal wöchentlich zum Müllklauben unterwegs.", so Umweltgemeinderat Leopold Spitzbart. Und so haben auch sie, beispielsweise beim Hochwasser im Jahr 2013 ganze Arbeit geleistet. "Wir haben entlang der Donau Müll gesammelt und haben dabei ganz kuriose Dinge gefunden, die einen ins Grübeln bringen.", so Spitzbart. Und was war das? "Neben dem typischen Plastikmüll fanden wir Teppiche, Rasenmäher, Dachrinnen, Autoteile und ein Bett.", schmunzelt Spitzbart.

Zur Sache:

Wollen auch Sie Klosterneuburg sauber machen, dann machen Sie bei den Flurreinigungsaktionen mit:
Kierling und Gugging: 2. April 2016, 9 Uhr Treffpunkt bei der IST Austria
Weidling: 2. April 2016, 14 Uhr Treffpunkt im Kirchengarten
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