29.04.2016, 00:00 Uhr

Maibaum: Weidling hat den Längsten

Manneskraft ist gefragt: Beim Aufstellen zählt nicht die Länge, sondern die Muskelkraft der Florianis. (Foto: FF Kritzendorf)
REGION KLOSTERNEUBURG. Wer hat den längsten, wer hat den schönsten und wo befindet er sich? Die Rede ist hier selbstverständlich vom alljährlichen und traditionellen Maibaum-Aufstellen. Die Bezirksblätter haben sich auf die Suche nach den heurigen Maibäumen gemacht.

Gefragt: Wahre Manneskraft

"Wir stellen heuer erstmalig einen Maibaum vor dem Pflegeheim in der Dietrichsteingasse auf, da freuen wir uns schon", erzählt Josef Angelmayer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Klosterneuburg. "Wir bekommen den Baum gespendet und veranstalten wie jedes Jahr einen Umzug. Der Baum liegt dabei auf einem Autodach und wird von den Pfadfindern bis zum Feuerwehrhaus gezogen", erklärt Peter Dussmann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kritzendorf. Während bei den Kritzendorfern und Klosterneuburgern das Aufstellen noch aus wahrer Mannes- und Muskelkraft besteht, setzten die Weidlinger und Kierlinger Florianis lieber auf einen Kran. "Mit Maschinen ist das Spektakel nicht so spannend, aber auch wir nehmen den Kran sicherheitshalber mit", so Angelmayer.

Die "bravere" Sorte

Ein Detail der Mai-Bäume liegt bei der Dekoration, der Wipfel ist dabei das Wichtigste. "Der Baum muss frisch sein und mit Bändern, einem Kranz und dem Wipfel schön geschmückt sein", so Dussmann. Und auch Peter Angelmayer schließt sich an: "Bei uns wird's eine Tanne. Wichtig ist, dass der schöner und bis zum Wipfel hin gerade gewachsener Baum ist."
Ist auch das Fällen des Maibaums am Tag des Aufstellens – bis Mitternacht gestattet – traditionsgemäß, sind dabei die Klosterneuburger Florianis eher von der "braveren Sorte". "Das haben wir noch nie gemacht", erzählt Wolfgang Pötsch von der Freiwilligen Feuerwehr Weidling. Und auch die Kritzendorfer schließen sich an: "Es ist oft schwierig und findet deshalb auch kaum noch wo statt", so Dussmann. Nur bei den Kierlingern gab es schon einen Vorfall, so erzählt Kommandant Alexander Gutenthaler: "Im Jahr 2008 wurde unser Maibaum angebohrt und gesprengt, das ist gefährlich und nicht im Sinne der Tradition."

Zur Länge der Bäume

Kritzendorf: 20 Meter
Weidling: 21 Meter
Klosterneuburg: 13 Meter
Kierling: 20 Meter
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