16.03.2016, 14:23 Uhr

Museumstag in Langenlois: So geht Museum!

Der rote Faden und Vernetzung bestimmten den niederösterreichischen Museumstag in Langenlois.

LANGENLOIS (mk) „Dem roten Faden auf der Spur“ waren am 13. März 2016 die gut 240 Teilnehmer des 21. Niederösterreichischen Museumstags. Gemeinsam mit den Referenten suchten sie im Großen Saal der Gartenbauschule von Langenlois dabei „Gestaltungsideen für Museen“.

Nach Grußworten und schon ersten inhaltlichen Anmerkungen von Dr. Edgar Niemeczek, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich, Hubert Meisl, Bürgermeister von Langenlois, Hermann Dikowitsch, Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht des Amtes der niederösterreichischen Landesregierung, und Landesrätin Barbara Schwarz startete dann die Konferenz um die Frage des „roten Fadens“ für Ausstellungen und Museen.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung: Mit einem eindrucksvollen und lebendigen Vortrag stellte Ausstellungsgestalter Otto Jolias Steiner unter Beweis, dass Museen ihre Besucher regelrecht fesseln können – wenn sie mit ihren Exponaten Geschichten entlang eines roten Fadens erzählen, wenn sie Themen setzen und die richtigen Formate finden. Der Schweizer, der 2003 die Langenloiser Weinerlebniswelt Loisium gestaltet hat, zeigte an einer Reihe von Beispielen auf, wie faszinierend museale Ausstellungen heute sein können – denn, so unterstrich er, „nichts ist langweiliger als ein Historisches Museum – normalerweise“.

Ebenfalls mit dem „roten Faden“ befasste sich Isabelle Blanc von Toikoi, die für die Neugestaltung des Geburtshaus Egon Schiele in Tulln verantwortlich zeichnete. Sie lockte die Teilnehmer „ins Labyrinth der Gestaltung“ und sorgte dafür, dass sie leicht wieder herausfanden – mit dem roten Faden eben.

Ein weiterer, wichtiger Programmpunkt am Vormittag der Fachtagung war die Präsentation des neuen Ausstellungskonzepts für das „Haus der Geschichte Niederösterreich“ sein. Dr. Johannes Kritzl vom Landesmuseum Niederösterreich erläuterte nicht nur, wie sich der rote Faden durch das neu geplante Museum ziehen wird, sondern auch, wie er an bestimmten Orten zu einem „Wollknäuel an Ideen, Vorstellungen, gewünschten Inhalten und Prämissen“ werden kann.

In einem attraktiven Nachmittagsprogramm standen die Besichtigung des Heimatmuseums Langenlois auf dem Programm, das eine große urgeschichtliche Sammlung, sakrale Gegenstände sowie Ausstellungsgegenstände aus den Zünften beherbergt, eine Stadtführung durch den historischen Stadtkern mit dem Kornplatz, dem Bürgerhäuser, dem Rathaus und der Pfarrkirche im Mittelpunkt, eine Wanderung durch die Loisium-Weinerlebniswelt mit ihrem historischen Kellerlabyrinth und die Erste Kamptaler Essigmanufaktur mit ihren hochwertigen Wein-, Fruchtessige und Kräuteressigen.
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