03.08.2016, 14:20 Uhr

App liefert jederzeit aktuelle Informationen über den bevorzugten See

Landesrat Androsch freut sich über die gute Qualität der NÖ Badegewässer. (Foto: privat)
Landesrat Androsch: Beste Qualität der niederösterreichischen Badegewässer

30 Badegewässer, darunter auch der Ottensteiner Kampsee, werden in Niederösterreich regelmäßig auf ihre Wasserqualität untersucht, pro Jahr werden rund 150 Proben gezogen. Die aktuelle Bewertung attestiert, wie bereits traditionell, durchgängig allen Badestellen Niederösterreichs eine ausgezeichnete bis gute Wasserqualität. In der EU-Badegewässer-Richtlinie sind die Qualitätsvorgaben, Überprüfungsmodalitäten und Berichtspflicht für die europäischen Badegewässer, das sind Flüsse, Seen und Küstengewässer, geregelt. „Unsere Badegewässer erfüllen damit die strengen internationalen Richtlinien. Im europäischen Vergleich schneiden Niederösterreichs Badegewässer einmal mehr hervorragend ab“, zeigt sich Gesundheits-Landesrat Ing. Maurice Androsch erfreut. Auch heuer solle es zwischen Regenphasen immer wieder vorkommen, dass viele Menschen die Hitzephasen nutzen, um einen See aufzusuchen, so Landesrat Androsch schmunzelnd weiter: „Damit steht dem Sprung ins kühle Nass an den nächsten Hitzetagen nichts mehr im Wege.“

Stets umfassend und aktuell informiert sei man mit der Badegewässer-App der AGES. Landesrat Androsch und Mag. Elisabeth Arnberger von der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES): „Mit dieser App haben sie immer die aktuellsten Ergebnisse zur Qualität des von Ihnen bevorzugten Badegewässers in der Tasche. Diese liefert, mit offiziellem Beginn der Badesaison am 15. Juni, Infos und aktuelle Messwerte zu Wasserqualität, Sichttiefe und Temperatur von allen österreichischen EU-Badestellen.“

In Niederösterreich zeichnet die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH im Namen der Bezirksverwaltungsbehörde für die Untersuchung der EU-Badestellen und EU-Badegewässer verantwortlich. „Die Probeentnahmen beginnen 2 Wochen vor Beginn der Badesaison und werden, während der Badesaison, in 14-tägigen Intervallen wiederholt. Die Probenahme erfolgt 20 bis 30 cm unter der Wasseroberfläche. Zugleich wird ein Ortsbefund erstellt, in dem u. a. das Wetter, die Zahl der Badegäste oder die Anwesenheit von Wasservögeln festgehalten werden.

Die Proben werden gekühlt und lichtgeschützt ins Labor gebracht und auf Parameter wie pH-Wert und Sauerstoffsättigung, vor allem aber auf die Indikatorkeime E. coli und Intestinale Enterokokken untersucht: Diese erlauben Rückschlüsse, ob es zu einer Verunreinigung des Gewässers von außen gekommen ist, die Maßnahmen durch die Behörden notwendig machen“, so Arnberger. Ergibt sich bei Beurteilung eine unmittelbare Gefährdung der Gesundheit der Badenden, so wird dies unverzüglich der Bezirksverwaltungsbehörde und dem Land NÖ mitgeteilt, die in Fällen drohender Gefahr für die Gesundheit von Badenden in Badegewässern insbesondere in hygienischer Hinsicht, durch Anschlagen an der Amtstafel und durch Anbringen deutlich sichtbarer Schilder im Uferbereich ein Badeverbot aussprechen.

Abschließend zeigen sich beide überzeugt von der positiven Zusammenarbeit: „Niederösterreichs Seen sind wunderschön und die Gewässerqualität hoch. Damit dies so bleibt und bei Überbelastung rechtzeitig, punktuell und gezielt gewarnt werden kann wird diese regelmäßige Kontrolle der Badegewässer durchgeführt.“
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