21.08.2016, 13:37 Uhr

Umweltlandesrätin Eisenkopf warnt vor atomarer Bedrohung aus Ungarn

Gemeinsam gegen das ungarische AKW Paks: Ulli Sima und Astrid Eisenkopf (Foto: LMS)

AKW Paks (Ungarn): zwei neue Kernreaktoren geplant

WIEN/BURGENLAND. „Bei einem Unfall wäre nicht nur Ungarn, sondern aufgrund der geografischen Lage vor allem Wien und Burgenland massiv beeinträchtigt“, warnen die beiden Umweltlandesrätinnen Ulli Sima (Wien) und Astrid Eisenkopf (Burgenland).
Beide lehnen deshalb den Ausbau des Atomkraftwerkes Paks in Ungarn klar ab.

180 Kilometer Luftlinie entfernt

Das Kraftwerk ist nur 180 Kilometer Luftlinie vom Burgenland entfernt und fast 40 Jahre alt. Nun ist der Bau von zwei neuen Kernreaktoren, russischer Bauart, mit einer Kapazität von jeweils 1.200 Megawatt elektrischer Leistung geplant. Bereits im Jahr 2025 bzw. 2026 sollen die neuen Reaktorblöcke in Betrieb gehen.

Auswirkungen auf die Umwelt

Dadurch verlängert sich die Periode des parallelen Betriebs mit den bestehenden Reaktoren (Paks 1-4), mit beträchtlichen Auswirkungen auf Natur und Umwelt, wie Sima und Eisenkopf in einer gemeinsamen Aussendung betonen.

Abwärmemenge in die Donau

„Da geht es vor allem um die riesige Abwärmemenge, die über die Donau abgeführt werden soll. Eine enorme Gefahr für das Gleichgewicht des Flusses. Außerdem ist das Problem des radioaktiven Abfalls und des abgebrannten Kernbrennstoffes noch immer nicht genügend dargelegt“, so Eisenkopf, die Ungarn zum Austritt aus der Atomkraft auffordert.
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