12.04.2016, 07:00 Uhr

Eine Reise als ein Teil vom Heimkommen

Reisefieber im Wispelhof: Andrea Springer von Springerreisen mit Gerd Leitner beim Business Lunch (Foto: Wajand)

Die Kärntner Reise-Expertin Andrea Springer über "ihre" Insel Naxos und die Wünsche der Kärntner Urlauber.

KLAGENFURT. Für ein Mittagessen nimmt sich Geschäftsführerin Andrea Springer selten Zeit. Lieber speist sie abends in Ruhe. Für den Business Lunch macht die Reise-Expertin eine Ausnahme - und sucht sich den Wispelhof in Klagenfurt für ein ausführliches Gespräch aus.
Das Reisen ist für Springer eine Lebenseinstellung. "Mir geht es um die neuen Eindrücke im Kopf", sagt sie. Bis zu zwei Monaten im Jahr verbringt sie außerhalb von Kärnten. Berufsbedingt. Denn: Sie begutachtet neue Angebote für ihr Reisebüro. "Destinationen anzusehen ist auch sehr anstrengend", gesteht sie. Gerne kommt sie nach den Geschäftsreisen wieder nach Hause. "In Klagenfurt ist meine Zuflucht", so Springer.

Heim nach Naxos

Auf der griechischen Insel Naxos hat sie aber eine zweite Heimat gefunden. Seit 24 Jahren fliegt sie regelmäßig dorthin. "Das ist wie nach Hause kommen", gesteht sie ihre Liebe. Diese ist so groß, dass Springer ihr sogar ein Buch widmete. "Mein Naxos" ist kürzlich erschienen. "Die Arbeit daran war auch eine Beschäftigung mit meiner Vergangenheit", berichtet Springer. Vieles habe sich in den mehr als zwei Jahrzehnten getan - auf Naxos und bei Springer.
Die Empfindungen gehören für Springer zum Reisen; sie sind ein Ergebnis. Eine "schönste Reise" gibt es deshalb für sie nicht. "Ich war auf einem Eisbrecher in der Arktis - das wer meine wohl besonderste Reise", denkt Springer zurück. Auf ihrer Wunschliste stehen noch: Antarktis, Tibet, Australien und Mosambik.

Thailand und Malediven

Bei ihren Kunden stehen andere Destinationen hoch im Kurs. "Thailand und die Malediven sind derzeit sehr beliebt", erzählt sie. Kuba, Kambodscha und Vietnam sind kommende Trends.
Weniger Nachfrage herrscht derzeit nach Reisen in die Türkei oder nach Ägypten. "Die Menschen machen sich Gedanken über die Sicherheit", so Springer. Ihre Beobachtung: "Je mehr man über in Land bei uns erfährt, desto mehr kommt die Sicherheit ins Bewusstsein." Springer und ihr Team sind als Berater - nicht nur, wenn es um Sicherheit geht - gefragt.

Konkurrenz im Netz

Genau aus diesem Grund macht ihr Konkurrenz aus dem Netz keine Angst. "Beratungsintensive Produkte werden sich nicht ins Internet verlagern." Für anderes nutzt Springer selbst Reiseplattformen. "Ich weiß allerdings ganz genau, was ich buche und was nicht." Die Fülle an Informationen und Plattformen mache es für einen Laien schwierig, das richtige zu finden. "Meine Mitarbeiter brauchen mindestens fünf Jahre um wirklich gut in ihrem Job zu sein", spricht Springer von intensiver Ausbildung und die Notwendigkeit von Erfahrung. "Als Privatperson kann man das nicht machen."
Deshalb verlassen sich Reise-Liebhaber nach wie vor auf das Wissen von Experten. Springer versteht warum: "Eine Dienstleistung kann man ja nicht zurückgeben", macht sie bewusst. "Wenn sie konsumiert ist, ist sie weg."

Neues Leben für Klagenfurter Traditionshaus

Der Wispelhof in Klagenfurt war in die Jahre gekommen - und hatte einige Zeit auch geschlossen. Seit Juni 2015 ist das nun wieder anders: der leidenschaftliche Koch Thomas Kropfitsch revitalisierte das Haus mit einer Rieseninvestition und bietet seinen Gästen seitdem Regionales und Bodenständiges. Mit Erfolg: Bereits wenige Monate nach der Eröffnung gab es vom Gault Millau die erste Haube für die Küchenkunst. Ausruhen will sich Kropfitsch aber keineswegs auf den ersten Lorbeeren in der Gourmetszene. "Ich plane einen Gastgarten mit passenden Biergartengerichten", kündigt er an. Ebenfalls will er zur Fußball-EM Speisen auf die Karte setzen, die zu den spielenden Teams passen.

Zur Sache - Menü

Seit Juni bietet Hausherr und Küchenchef im neuen Wispelhof regionale, bodenständige Küche an. Er baute das Traditionshaus in Klagenfurt vollkommen um.

Bereits im Herbst wurde das Restaurant vom Gault Millau mit einer Haube dekoriert.

Beim Business Lunch gab es:

Ritschert mit gemischtem Salat

Beef Tartare mit Bachkresse, Senf Creme, knusprige Schalotten und Kapern
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