08.09.2016, 02:15 Uhr

Strom sparen leicht gemacht! Die besten Stromspartipps im Überblick

Im Zuge immer weiter steigender Strompreise hat das Stromsparen einen völlig neuen Stellenwert für die Verbraucher eingenommen. Abgesehen davon, dass ein hoher Stromverbrauch die Umwelt zunehmend belastet, merkt jeder am eigenen Geldbeutel, dass die Strompreise stetig ansteigen und der eigene Stromverbrauch kontinuierlich steigt. Stromsparen ist also ein Ziel, das jeder Verbraucher nicht nur der Umwelt zuliebe, sondern auch im eigenen Interesse verfolgen sollte.

Stromanbieter wechseln – keine Lösung um Strom einzusparen


Der Wechsel des Stromanbieters ist mittlerweile so einfach wie ein Versicherungswechsel, oder wie der Wechsel des Mobilfunkanbieters. Die Konkurrenz unter den Stromanbietern ist groß und immer neue Tarife sorgen dafür, dass die Verbraucher davon profitieren können, indem sie die Tarifangebote im Auge behalten und rechtzeitig den Anbieter wechseln und so Kosten einsparen. Doch ein Wechsel des Stromanbieters kann zwar die Kosten senken, hilft aber nicht dabei beim tatsächlichen Stromverbrauch einzusparen. Eine echte Stromeinsparung kann indes erreicht werden durch:

• Überprüfung des eigenen Verhaltens beim Stromverbrauch
• Elektrogeräte überprüfen
• Haustechnik überprüfen

Das eigene Verhalten regelt den Stromverbrauch


Wer nachhaltig Strom sparen möchte und dabei gleichzeitig die Kosten senken und für die Umwelt etwas Gutes tun möchte, kann schon durch Kleinigkeiten, die zur lieben Gewohnheit geworden sind, den Stromverbrauch senken.

Viele elektronische Geräte hängen im Haushalt zusammen an einer Steckdose. So ist der Computer zumeist mit dem Monitor, dem Drucker oder der Hi-Fi-Anlage verbunden und automatisch der Stand-by-Modus bei allen verbundenen Geräten aktiviert. Doch elektronische Geräte im Stand-by-Modus verbrauchen so einiges an Strom, auch wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Master-Slave-Steckdosenleisten können hier leicht für Abhilfe sorgen. Wird das Hauptgerät abgeschaltet (Master), werden damit auch alle daran angeschlossenen Geräte automatisch vom Netz genommen. So lassen sich in einem 2-Personen-Haushalt bis zu 450 KW pro Jahr einsparen.

Der Austausch von Glüh- und Halogenlampen gegen Energiespar- oder LED-Lampen kann in einem 2-Personen-Haushalt jährlich zu einer Einsparung von bis zu 270 KW führen. Der Austausch lohnt sich schon ab einer Brenndauer von mindestens einer Stunde pro Tag.

Alte Elektrogeräte austauschen


Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner sind in wahre Stromfresser. Zum einen sind sie im Dauergebrauch und zum anderen werden die Geräte häufig solange genutzt, bis sie irgendwann einmal kaputt gehen. Oftmals lohnt sich jedoch der Austausch gegen neue stromsparende Geräte. Als Faustregel gilt: Der Austausch von Geräten, die älter als 10 Jahre sind, lohnt sich sogar dann, wenn diese der ehemals besten Energieeffizienzklasse A zugehörig sind, denn die modernen Geräte mit Energieeffizienzklasse A+++ verbrauchen erheblich weniger Strom als die der Klasse A. Zwar muss beim Geräteaustausch zunächst einmal für das neue Gerät Geld investiert werden, doch das gleicht sich schnell durch den niedrigeren Stromverbrauch wieder aus.

Gerätegrößen an den tatsächlichen Bedarf anpassen


Große Geräte verbrauchen grundsätzlich mehr Strom als kleine. Ein großer Kühlschrank verleitet nicht nur zum Mehreinkauf, sondern ist in kleinen Haushalten nie wirklich voll. Waschmaschinen und Spülmaschinen werden in kleinen Haushalten häufig nur halb gefüllt genutzt, da das Fassungsvermögen für den individuellen Bedarf einfach zu groß ist. Kleine Haushalte sollten daher auf kleine Geräte zurückgreifen, denn diese können optimal genutzt werden und verbrauchen dabei weniger Strom.

Haustechnik überprüfen


Nicht nur bei den Haushaltsgeräten, sondern auch bei der Haustechnik lässt sich Strom sparen. So ist bei mehr als 80 % der Heizungsanlagen die Umwälzpumpe veraltet. Die alten Pumpen sind zumeist ungeregelt und arbeiten auch bei geschlossenen Ventilen an den Heizkörpern und manchmal sogar auch außerhalb der Heizperiode weiter. Moderne Hocheffizienzpumpen sind hingegen genau regelbar und können in einem kleinen Einfamilienhaus zu einer Einsparung von rund 450 KW pro Jahr führen.

Warmwasserspeicher erhöhen den Stromverbrauch erheblich, denn sie sorgen auch dann für eine konstante Temperatur des gespeicherten Wassers, wenn gar kein Wasser genutzt wird. Durchlauferhitzer haben einen weitaus geringeren Stromverbrauch. Ein Austausch ist selbst dann sinnvoll, wenn der Warmwasserspeicher durch einen etwas teureren und komfortableren elektronisch geregelten Durchlauferhitzer ersetzt wird.
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