13.04.2016, 11:17 Uhr

14-Jähriger erpresste Pornobilder von Minderjähriger

Jugendrichter Markus Grünberger erkannte die Unbescholtenheit des Lehrlings als Milderungsgrund an. (Foto: Probst)
BEZIRK LILIENFELD (ip). Schuldig gesprochen wurde ein Lehrling aus dem Bezirk Lilienfeld, der im Alter von 14 Jahren ein damals 13-jähriges Mädchen dazu brachte, ihm pornografische Bilder von sich zukommen zu lassen.

Immer mehr Fotos
Anfangs erhielt der Angeklagte die gewünschten Bilder auch. Doch das reichte ihm nicht. Um weitere Darstellungen von der Schülerin zu erhalten, erpresste sie der Bursche mit der Drohung, die Pornos im Internet zu veröffentlichen.
Als eine Freundin einige Monate später von der Nötigung erfuhr, erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

"Glaubwürdige Aussagen"
Der Prozess am Landesgericht St. Pölten fand vergangene Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Jugendrichter Markus Grünberger betonte jedoch in seiner Urteilsbegründung, dass das minderjährige Opfer durchaus glaubwürdig erschien und seiner Meinung nach kein Belastungseifer seitens des Mädchens erkennbar gewesen sei.

Milderungsgründe
„Ich habe den Ausspruch der Strafe für eine Probezeit von drei Jahren ausgesetzt“, erklärte Jugendrichter Grünberger, der unter anderem die Unbescholtenheit und das jugendliche Alter des Lehrlings als Milderungsgründe heranzog.

Noch nicht rechtskräftig
Die Staatsanwaltschaft gab am Verhandlungstag vorerst keine Erklärung ab, das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.