10.09.2016, 03:16 Uhr

Motorradausstellung Traisen "Von Rupert Hollaus bis zu Mark Marquez"

Traisen: Volksheim Traisen | Vom 10. bis zum 18. September 2016 ehrt die Marktgemeinde Traisen den bisher einzigen österreichischen Motorradweltmeisters Rupert Hollaus, im Rahmen ihrer Ausstellung 2016.
Rupert Hollaus, geboren am 4. September 1931 in Traisen, wäre heuer 85 Jahre alt geworden. Er verunglückte tödlich am 11. September 1954 in Monza, Italien beim Training - bereits als feststehender Weltmeister in der 125ccm-Klasse und Vizeweltmeister in der 250cm-Klasse. Ebenso gelang Hollaus als erstem Österreicher ein Sieg bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man, ebenfalls im Jahr 1954.
Seine NSU Rennfox-Maschine mit 125ccm hatte den Namen "Blauwal" - in Bezug auf die besondere Rennverkleidung.
Die diesjährige Schau zeigt zahlreiche Motorrad-Raritäten wie Zentith (1923), Brough-Superior (1924), Norton Manx, Sunbeam, Seeley Matchless G50 bis hin zur Honda Weltmeistermaschine 2014 von Marc Marquez, sowie modernen Superbikes aus den späten 1990er Jahren, persönliche Gegenstände des Motorradweltmeisters Rupert Hollaus, neu aufgetauchtes Bildmaterial, seine Lederanzüge, Stiefel, Helme, Pokale und Lorbeerkränze, Zeitungsberichte, uvm.

Das erste Wochenende steht ganz im Zeichen des österreichischen Motorradsportes. Neben einem Sonderpostamt am 10. September haben für diesen Tag 38 (!) österreichische Staatsmeister ihr Kommen zu gesagt (Benzingespräche, Autogramme, Fotoshooting).
Am Sonntag, den 11 September 2016 treffen sich Motorradfahrer zu Motorradsegnung, Parade und Kranzniederlegung am Ehrengrab.

Die Ausstellung dient zur Bewahrung des Gedenkens an den bisher einzigen österreichischen Motorradweltmeister und eines des größten Talente der Motorradgeschichte. Rupert Hollaus gilt heute noch als der beste Regenrennfahrer aller Zeiten - hier machte sich seine Erfahrung aus dem Sandbahn-Rennsport bezahlt.
Der Motorsportverein www.igfc.at veranstaltet seit 2004 das größte österr. Motorradrennen "Rupert Hollaus Gedächtnisrennen am Red Bull Ring“ in der Steiermark unter der Leitung der Motorradlegende Wolfgang Stropek.

Dank gebührt Bürgermeister LAbg. Herbert Thumpser und seinem Team für diese schöne Veranstaltung und das Engagement für den nur zu selten bedachten Motorradsport.
Die Jugend zeigt großteils leider kein Interesse an der seit über 100 Jahren technischen Entwicklung von Motorrädern, obwohl Österreich ein Land der Motorenbauer und Ingenieure ist. Vielfach wird nicht einmal mehr am Moped geschraubt. Nicht ganz verständlich - den Betriebe wie BMW, MAN, KTM,Steyr Motors oder Magna schätzen die gut ausgebildeten Mitarbeiter und bevorzugen dadurch den Wirtschaftsstandort Österreich. Red Bull gilt als perfekte "Fahrerschmiede" im Automobilrennsport.
Unsere liebevollen gepflegten "Kunstwerke" werden wohl einmal am Schrotthaufen enden. Vielleicht leiten Valentino Rossi und die wieder spannende MotoGP eine Trendwende ein.
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