22.06.2016, 07:30 Uhr

Johann Meinhard (PVÖ Lungau): „Was ich scharf kritisiere, ist das Fehlen einer Kegelbahn im Lungau“

Lungauer müssen zum Kegeln in andere Bundesländer ausweichen. Diesen Umstand will Johann Meinhard nicht hinnehmen.

Lungauer müssen zum Kegeln in andere Bundesländer ausweichen. Diesen Umstand will der Bezirkssportreferent des Pensionistenverbandes Lungau (PVÖ) nicht hinnehmen.

LUNGAU (pjw). Im April 2016 wurde Johann Meinhard aus Unternberg zum Bezirkssport-referenten des Pensionistenverbandes Lungau (PVÖ) gewählt. Er schießt sich bereits nach wenigen Wochen auf ein nicht unbrisantes Thema ein. „Was ich scharf kritisiere, ist das Fehlen einer Kegelbahn im Bezirk Tamsweg“, so Meinhard. „Wir im PVÖ Lungau richten jedes Jahr eine bezirksweite Kegelmeisterschaft mit vorangehenden Trainings aus. Die Unterlungauer müssen dabei nach Stadl an der Mur ausweichen, die Oberlungauer nach Gmünd. Das ist in einem Bezirk mit rund 21.000 Einwohnern untragbar, finde ich. Denn nicht nur wir Pensionisten wollen dieses Angebot in Anspruch nehmen, sondern auch große Teile der Bevölkerung, wie ich in Gesprächen immer wieder zu hören bekomme, wären begeisterte Kegler“, konkretisiert der PVÖ-Funktionär.

"Vieles spricht für eine Bahn"

Für den ökologischen Fußabdruck sei das katastrophal, so Meinhard, denn für die Fahrten in andere Bundesländer werden KFZ benötigt. Darunter leide die Umwelt. „Zudem erfährt die heimische Wirtschaft einen Abgang, weil die Lungauerinnen und Lungauer durch attraktive Angebote anderer Bezirke und Bundesländer eben dorthin gelockt werden und möglicherweise dann auch dort ihre Einkäufe miterledigen. Dass die heimische Gastronomie darunter leidet, liegt auf der Hand“, führt der Unternberger vor Augen. Die Nachfrage nach Kegeln sei jedenfalls vorhanden, so Meinhard. „Das beste Beispiel ist die AK-Betriebsmeisterschaft. Im Vorjahr nahmen 120 Teams daran teil. Das sind in Summe also mehrere Hundert Keglerinnen und Kegler, die alleine in dieser Bilanz erfasst werden. Die Zielgruppe für diese Sportart ist demnach riesengroß“, betont Johann Meinhard und ergänzt: „Es ist außerdem eine gesunde Sportart, wie ich meine, denn beim Kegeln können selbst höhere Semester sehr gute Leistungen abrufen. Die PVÖ-Bezirksmeisterin, Aloisia Moser aus Mauterndorf, ist zum Beispiel rüstige 82 Jahre alt.“

"Allianz für Bahn bilden!"

Was Johann Meinhard nun im Sinn hat, ist das Bilden einer Allianz aus Wirtschaftstreibenden, Touristikern, Sportvereinen und Lokalpolitikerinnen und -politikern egal welcher Couleur, um eventuell eine neue Kegelbahn im Lungau zu installieren bzw. eine bereits bestehende stillgelegte wieder zu aktivieren. „Ich bleibe an der Sache dran“, betont Meinhard abschließend.
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