09.09.2016, 09:48 Uhr

Integration klappt in Hirm

Betreuerin Rehab El Shikh (l) ist stolz auf ihre Klienten die im Gemüsegarten sichtlich einen grünen Daumen haben.

Derzeit sind rund 300 Asylwerber im Bezirk untergebracht, davon werden 124 von der Caritas betreut.

BEZIRK. In der Gemeinde Hirm finden Flüchtlinge seit November 2015 eine Unterkunft. Die regionale Flüchtlingsbetreuerin der Caritas, Rehab El Shikh, hat zur Zeit fünf Familien mit insgesamt 25 Klienten in der Unterkunft in Hirm in ihrer Obhut.
„Meine Hauptaufgabe besteht darin, den Klienten bürokratische Schritte abzunehmen und ihnen organisatorisch und administrativ unter die Arme zu greifen“, so Rehab El Shikh, die sich als Wegbegleiterin in die Eigenständig sieht und betont: „Es ist auch schön, wenn man Asylwerber und die Gemeindebevölkerung auf Festen gemeinsam feiern sieht.“

Integration funktioniert

Dass die Flüchtlinge seitens der Bevölkerung in der Gemeinde gut aufgenommen wurde, bestätigt auch Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska: „Natürlich gab es anfangs auch einige Skeptiker, aber ich bin stolz auf die Hirmer, wie sie den Schutzbedürftigen begegnen und ihnen bei der Integration, die bei uns tadellos funktioniert, innerhalb der Gemeinde behilflich sind.“

„Würde gerne hier bleiben“

Lob kommt auch von den Asylwerbern, die sich in der Gemeinde sehr wohl und gut aufgenommen fühlen. Der 17-jährige Syrer Abdulah, er besucht das Gymnasium in Eisenstadt, beispielsweise hilft gerne auf Festen mit. „Alle sind sehr nett zu mir und das gemeinsame kochen von Schnitzel und Pommes hat viel Spaß gemacht“, so Abdulah, der, sofern seine Familie einen positiven Asylbescheid erhält, gerne in Hirm bleiben möchte.

„Möchte zum Tennisverein“

Herzlichst aufgenommen fühlt sich auch die 26-jährige Deqa, die aus Somalia kommt. „Da Sport meine größte Leidenschaft ist würde ich gerne beim Tennisverein spielen. Ich hoffe, dass Rehab mir das ermöglichen kann“, strahlt Deqa.

„Es ist sehr schön hier“

„Ich hatte anfangs Angst allein zu sein, doch ich konnte rasch neue Freunde finden. Ich finde es einfach schön hier“, erzählt die 14-jährige Mariam, die die NMS besucht.

Hirm als Vorbildgemeinde

Auch die Direktorin der Caritas Burgenland, Edith Pinter, bezeichnet Hirm als Vorbildgemeinde in Sachen Integration und betont: „Es war ein spannendes und herausforderndes Jahr, denn wir wollten den Flüchtlingen mehr als nur ein Dach über dem Kopf bieten. Ich hoffe, dass die Leute die wir betreuen gerne an die Zeit in der wir sie begleiten durften zurückdenken und das Gute weitergeben.“
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