02.06.2016, 13:35 Uhr

Angeln auf Hornhecht – So geht‘s

Als Silberpfeil ist der Hornhecht bei Anglern als Zielfisch bekannt.
Im Mai beginnt die Saison auf den Hornhecht. Im Frühling kommen die Hornhechte auch an die deutschen Küsten, um dort zu laichen. Danach sind sie verständlicherweise richtig hungrig und auf der Suche nach Nahrung wie Kleinfischen, Garnelen und anderer Beute. Das ist der ideale Zeitpunkt für Angler um die bis zu einen Meter langen silbernen Raubfische an den Haken zu bekommen.


Wieso wird der Hornhecht als Silberpfeil bezeichnet?

Der Gewöhnliche Hornhecht gehört zur Gattung „Belone“ und zur Familie der Hornhechte (Belonidae). Die Bezeichnung „Belonidae“ bedeutet übersetzt so viel wie „Pfeil“ oder „Geschoss“. Aufgrund seines sehr schlanken Körpers, dem langen und spitz zulaufenden Schnabel und seiner silbrigen Färbung wird der Hornhecht auch als „Silberpfeil“ unter den Meeresfischen bezeichnet. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer, die bei der Flucht vor ihren Fressfeinden sogar aus dem Wasser springen und wie Surfer zackig durch das Wasser peitschen.

Wann und wo auf Hornhecht

Eine Faustregel unter Anglern besagt, dass die Hornhechte kommen, wenn in Norddeutschland der Raps blüht. Das ist im späten Frühjahr der Fall. Aus den Tiefen des Atlantiks kommen die Silberpfeile in großen Schwärmen an die Küste, um dort zu laichen. Bis Juni oder sogar Juli bleiben die Hornhechte ehe sie sich wieder auf den Rückweg in die tiefen Wasserzonen des Atlantiks machen. Das Angeln auf Hornhecht lohnt sich an idealen Tagen mit optimalem Wetter und ruhiger See. Hornhechte sind „Schönwetterfische“ und daher sind die Chancen bei Sonnenschein und mäßigem Wind am besten. Bezogen auf den Standort kann man die Fische sowohl am Ufer als auch weit vor der Küste fangen. Allerdings stehen die Hornhechte besonders gerne in hüfthohem Wasser mit sandigem Boden, der von Seegräsern und anderen Pflanzen bedeckt ist. Hier herrschen gute Bedingungen für hungrige Hornhechte und daher auch gute Chance für Angler, die auf den Hornhecht angeln.

Beste Bedingungen für einen Angelausflug auf Hornhecht


• Blütezeit der Rapsfelder
• Sonnenschein
• Wenig Wind
• Ruhige See
• Gewässergrund mit Seepflanzen
• Freiwasser

Die Köderwahl

In der Natur ernährt sich der Hornhecht von anderen Fischen. Er ist ein tagaktiver Raubfisch, der bei der Futtersuche - ähnlich wie die Makrele auch - Fresswanderungen unternimmt. Auf seinem Speiseplan stehen Sardinen, Sardellen, Sandaale und junge Heringen. Als Naturköder auf den Hornhecht empfehlen sich daher Fischfetzen vom Hering oder auch Würmer. Allerdings kann man den Hornhecht ebenso mit Kunstködern beangeln. Spinner oder Blinker funktionieren genauso wie auch Streamer. Ein Streamer mit einer Schlaufe aus rötlicher Kunstseide, der sich im Wasser leicht bewegt, imitiert für einen Hornhecht einen Wurm. Bei einem Biss bleibt der Silberpfeil mit den widerhakenähnlichen Zähnen seines spitzen Mauls in den feinen Fäden des Streamers hängen. Bei dieser Variante braucht es nicht zwingend einen Haken, allerdings kann es manchmal schon ein bisschen dauern, den Streamer aus den Zähnen des Hornhechts zu entwirren.

Die Angeltechnik

Der Hornhecht steht nicht an einer Stelle im Wasser, sondern legt auf der Suche nach Nahrung Strecken zurück. Daher erhöht man die Chancen auf einen Hornhecht-Biss, wenn man Haken und Köder mit unterschiedlicher Geschwindigkeit durchs Wasser zieht. Bei einer einfachen Montage mit Sbirolino oder Pose simuliert leichtes Zupfen der Schnur einen Köderfisch. Beim Abstoppen schwebt der Köder kurzzeitig im Wasser und sinkt ein kleines Stückchen ab. Dieser Anblick wirkt auf einen Hornhecht verführerisch und daher beißt der Silberpfeil entweder noch beim Absinken oder sobald der Köder durch das Ziehen wieder an Fahrt aufnimmt. Geeignete Posen für Hornhecht-Angeln gibt es in unterschiedlichen Ausführungen in professionellen Angler-Shops zu finden.

Auf den Punkt gebracht

Der Hornhecht ist der Silberpfeil unter den Fischen. Mit seinem langen, schmalen und silberfarbenen Körper kann der Räuber pfeilschnell durch das Wasser pflügen. Auf der Flucht vor Fressfeinden springt er dann auch schon mal durch die Wasseroberfläche. Das Angeln auf Hornhecht fällt zeitlich in die Blütezeit des Raps und besonders an Schönwetter-Tagen hat der Angler sehr gute Chancen auf einen erfolgreichen Fang. Fischfetzen vom Hering eignen sich besonders gut als Köder für den Hornhecht. Alternativ funktionieren aber auch Spinner, Blinker oder Streamer. Also immer auf das Rapsfeld achten und ran ans Wasser sobald die Felder blühen.
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