05.10.2016, 12:13 Uhr

Wirtschaftsdelegation in Ungarn

HORITSCHON. In Tagen, in denen Außenhandel in aller Munde ist, besuchte die Volkspartei Burgenland gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation und Unternehmer Michael Leier dessen Beton-Werk in Jánossomorja sowie die Leier-City in Györ, Ungarn.

Vernetzungstreffen

Ziel der eintägigen Delegationsreise war es, Akteuren aus Wirtschaft und Politik einen Einblick in einen der großen burgenländischen Leitbetriebe und dessen ausländische Tochterbetriebe zu gewähren, passend zum Jahresschwerpunkt der Volkspartei Burgenland „Starke Wirtschaft. Starkes Land“. Thema beim Vernetzungstreffen auf ungarischem Boden waren die idealen Rahmenbedingungen für eine florierende Wirtschaft im Burgenland.
Der österreichische Baustofferzeuger Michael Leier ist bereits seit vielen Jahren neben dem österreichischen auch am ungarischen Markt tätig. Das ungarische Tochterunternehmen Leier Hungaria besitzt in Ungarn sieben Betonwerke und Ziegelfabriken und beschäftigt 1.000 Mitarbeiter. Bis zum Frühjahr 2017 soll im ostungarischen Hajduszoboszlo eine weitere 2.000 Quadratmeter große Fertigungshalle errichtet werden. Des Weiteren betreibt die Leier-Gruppe Werke und Niederlassungen in der Slowakei, Polen, Rumänien und Kroatien, weltweit insgesamt 40 an der Zahl.

Export als Impulsgeber für das Burgenland

Das Burgenland hat im Fünf-Jahres-Vergleich den österreichweit größten Außenhandelszuwachs: Die Exporte der burgenländischen Wirtschaft sind von 2010 bis 2015 um rund ein Drittel gestiegen. Dem Wirtschaftsbarometer zufolge sehen auch die kommenden Monate rosig aus, mehr als die Hälfte der burgenländischen Betriebe erwarten bessere Exportumsätze. Dennoch weist das Burgenland verglichen mit den anderen Bundesländern die niedrigste Exportquote auf. „Das Steigern von Exporten und Erleichtern von Handel bedeutet mehr Wachstum, mehr Wohlstand und mehr Arbeitsplätze“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. „Für einen kleinen Binnenmarkt wie Österreich mit einer hohen Exportquote von 80 Prozent benötigt es deshalb offene Märkte.“
Angesichts dieser Fakten ist in Hinblick auf CETA auch klar: „Ein Exportland wie Österreich profitiert von einem gut gemachten und für beide Seiten vorteilhaften Handelsabkommen. Entscheidend ist, dass unsere hohen Standards gesichert sind und das staatliche Regulierungsrecht gewahrt bleibt“, erklärt Steiner.

Schwerpunkt

Für das Burgenland ist nach wie vor Deutschland der wichtigste Handelspartner. Es zeigt sich aber, dass die Wirtschaftsbeziehungen zu den Nachbarländern Ungarn und Slowakei immer intensiver werden. Im Burgenlandvergleich befindet sich Michael Leier jedenfalls in guter Gesellschaft: Nach Schätzungen des Außenhandels gibt es etwa 600 exportorientierte Unternehmen im Burgenland, sie haben ihren Schwerpunkt im Bereich der Produktion.
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