15.08.2016, 11:36 Uhr

Biofest von Elke Piff und der stibitzte Sterz

Vergangenen Sonntag besuchten Martina, Celine und ich das Biofest von Elke Piff in Willersdorf. Frau Piff ist eine ehemalige Arbeitskollegin von Martina, die vor einigen Jahren ihren Traum verwirklichte und sich selbstständig machte. Sie besitzt einen riesigen Kräutergarten und stellt verschiedenste Produkte mit Kräutern - von Sirup über Marmelade bis hin zu Salz - her. Jedes Jahr im Sommer veranstaltet sie ein Biofest, welches wir dieses Jahr zum wiederholten Male besuchten.

Filzen und viele leckere Spezialitäten

Celine freute sich besonders auf das Filzen und verabschiedete Martina und mich sofort nach der Ankunft mit den Worten: "Ihr könnt gerne ein bisschen herumschauen, ich geh jetzt filzen - allein!" Dieser Anweisung konnten wir uns ja nicht widersetzen und so spazierten Martina und ich von Stand zu Stand und begutachteten die verschiedenen Produkte und Köstlichkeiten.
Ich entschied mich dann dazu einen Dinkelsterz mit Birnensirup zu verkosten. Martina hingegen bestellte sich ein Steak vom Schaf. Da der Sterz nicht ganz nach meinem Geschmack war, holte ich mir einen Salat und Brot. Der Sterz fristete auf unserem Tisch sein Dasein und ich widmete mich meinem Salat.

Die Sterzstibitzerin ;)

Nach einigen Minuten fragten uns ein paar ältere Damen, ob der Platz neben uns noch frei sei. Wir bejahten natürlich und sie setzten sich. Einer Dame schien mein Sterz sofort ins Auge gesprungen zu sein, da sie zu ihren Freundinnen meinte, dass dieser anscheinend jemandem nicht geschmeckt haben dürfte... Nach ein paar Minuten sah ich aus den Augenwinkeln, dass diese Dame den Teller mit dem Sterz (nachdem sie sich unauffällig umgeblickt hatte) ein paar Zentimeter näher an sich ran zog. Dann widmete sie sich wieder ihrem Gespräch, um ein paar Minuten später diesen Vorgang zu wiederholen. Nach einiger Zeit stand der Sterz genau vor ihr und sie gönnte sich ein Stückchen davon. Ich musste bereits grinsen und versuchte Martina mithilfe von Blicken und Gesten auf die Sterzstibitzerin aufmerksam zu machen - scheinbar waren meine Versuche aber umsonst und als sie ihr Steak verputzt hatte, meinte sie zu mir: "Sodala, jetzt werd' ich mir noch den Sterz vergönnen!" Ich sagte nichts und schüttelte nur meinen Kopf. Martina blickte mich nur entgeistert an und ich meinte daraufhin zu ihr, dass wir ja nun zu den Pflänzchen vom Biohof Wolf gucken könnten. Als wir uns in sicherer Entfernung zu den älteren Damen befanden prustete ich los und erzählte Martina von der Sterzstibitzerin. Nun prustete auch sie los und meinte lachend zu mir: "Naja, dann hat er wenigstens noch eine gute Verwendung gefunden nachdem du ihn verschmäht hast!"

Ab nach Hause mit Schafwolle und Co

Wir erstanden dann noch ein Pflänzchen, frisches Gemüse und Schafwolle damit Celine auch zuhause dem Filzen nachgehen kann.

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Michael Strini aus Oberwart | 20.08.2016 | 08:47   Melden
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Familie Stelzer aus Oberwart | 24.08.2016 | 14:29   Melden
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