13.04.2016, 18:43 Uhr

Weniger zerfetzte Fleischklumpen auf der Wiese: Wildretter-Sirene

Wildretter-Sirenen, Pabneukirchen
Leichengifte in Silage vergiften Tiere im Stall. PABNEUKIRCHEN. Künftig werden die Pabneukirchner Bauern mit der Wildretter-Sirene Hubertus weniger Wildtiere zu Tode mähen. Bauernbundobmann Johann Haider, Jagdleiter Andreas Ebner, Josef Lindtner und Reinhard Gassner konnten bereits 60 Wildretter-Sirenen an örtliche Landwirte übergeben.
Der Pabneukirchner Bauernbund und die örtliche Jägerschaft unterstützen den Ankauf mit je 15 Euro. Eine Sirene kostet 61 Euro.
„April, Mai und Juni sind die Horrormonate eines Jägers in einem Niederwildrevier mit hohem Grünanteil und Ackerfläche. Immer schneller und breiter werdende landwirtschaftliche Mähmaschinen töten eine immer größer werdende Zahl an Wildtieren. Die nach der Grasernte als zerfetzte Fleischklumpen auf der Wiesenfläche verbleiben. Mit dem Wildretter gewinnt nicht nur das Wild sondern auch der Landwirt, denn durch die Tierkadaver entstehen unter Luft-Abschluss in der Silage gefährliche Leichengifte, die wiederum zu schweren Vergiftungen und Tierverlusten führen“, schreibt der Landes-Jagdverband Oberösterreich.
„Angebracht mittels Magnetfuß an landwirtschaftlichen Maschinen, verscheucht der Schall der Wildretter-Sirene das Wild direkt vor der Gefahr“, informieren Johann Haider und Andreas Ebner. Gerettet werden mit dieser Sirene Feldhasen, Rehe ab einem Alter von fünf Tagen, erwachsene Fasane. Nicht jedoch brutstarre Hennen und alles erwachsene Wild.
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