08.03.2016, 16:16 Uhr

Mathias Lettner wird neuer Leiter des Forsttechnischen Dienstes der BH Perg

Mathias Lettner (Foto: Privat)
PERG, KLAM. Mit April 2016 bekommt der Forsttechnische Dienst der Bezirkshauptmannschaft Perg einen neuen Chef. Mathias Lettner folgt Elfriede Moser, die wie berichtet ab 1. April 2016 Forstdirektorin des Landes OÖ wird.

Mathias Lettner ist gebürtiger Klamer. Er maturierte 1995 an der HTL für Tiefbau in Linz. Nach einigen Jahren Tätigkeit in der Bauwirtschaft studierte er Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien. Vor 10 Jahren hat er das Diplomstudium mit Auszeichnung abgeschlossen. Neben zahlreichen Praktika in verschiedenen Bereichen der Forstwirtschaft arbeitete er als Teamleiter bei den Erhebungen der Österreichischen Waldinventur (ÖWI 07-09) beim Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft und für den Forsttechnischen Dienst der Wildbach-und Lawinenverbauung. Seit 2010 ist er beim Forstdienst des Landes OÖ in den Bereichen Walderschließung und Schutzwaldbewirtschaftung tätig. Zusätzlich zur Leitung des Bezirksforstdienstes in Eferding, die er seit einem Jahr innehat, wird er ab April auch den Bezirks-forstdienst Perg leiten.

„Unter dem Motto so viel Kundenservice wie möglich und so viel Bürokratie wie nötig möchte ich nun mein Fachwissen und meine bisherigen Erfahrung auch in meinem Heimatbezirk nutzen und allen Akteuren (Waldbesitzern, Gemeinden, Jägern, Interessensvertretungen, ...) eine gute Zusammenarbeit anbieten“, freut sich Mathias Lettner auf seine neuen Aufgaben.

„Mit der Tätigkeit im Bezirk Perg übernimmt Mathias Lettner als profunder Fachmann mit großer praktischer Erfahrung als Forstwirt und Kenner des Bezirkes Perg die Forstaufsicht über weitere 22.000 Hektar Waldfläche, die gemäß den Bestimmungen des Forstgesetzes der forstbehördlichen Überwachung unterliegen. Ihm zur Seite stehen zwei fach- und revierkundige und im Bezirk Perg bestens bekannte Förster, Bezirksoberförster Leopold Gruber (tätig für den westlichen Teil des Bezirks) und Bezirksoberförster Josef Nussbaumer (tätig für den östlichen Teil des Bezirks mit Sitz in der Forstaufsichtsstelle Grein)“, freut sich Bezirkshauptmann Werner Kreisl über seinen neuen Forstchef. „Damit haben wir wieder ein starkes Team im Forsttechnischen Dienst.“

Die BH Perg dient in ihrer Funktion als Forstbehörde bzw. als Forsttechnischer Dienst der Sicherstellung der vielfältigen Leistungen des Waldes für die Gesellschaft und arbeitet dabei mit vielen wichtigen Akteuren im Bezirk (Waldeigentümer, Jäger, Gemeinden, Bezirksbauernkammer, ....) intensiv zusammen. Dies hat eine besondere Bedeutung für die Lebensqualität im Bezirk, denn vom Wald gehen viele positive Wirkungen aus. Er liefert den nachwachsenden CO2-neutralen Rohstoff Holz, mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und seiner wirtschaftlichen Bedeutung, er ist aber auch Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt und schützt z.B. vor verschiedenen Elementargefahren. Er wirkt ausgleichend auf Klima, Luft und Wasserhaushalt und ist ein wertvoller Erholungsraum für Waldbesucher/innen.

35 Prozent Wald im Bezirk

Die Bewaldung des Bezirkes Perg beträgt rund 35 Prozent der Gesamtfläche. Der Wald im Bezirk ist kleinflächig strukturiert und überwiegend im bäuerlichen Besitz. Die dominierende Baumart ist mit 57 Prozent die Fichte, die mittlerweile durch den Borkenkäfer unter Druck geraten ist. Der überwiegende Anteil des Laubholzes wird derzeit mit 16 Prozent von der Rotbuche gebildet. Naturräumlich gliedert sich der Bezirk in zwei charakteristische Landschaftsformen, nämlich die fruchtbare Tiefebene des nördlichen Machlandes und das Granithügelland der Böhmischen Masse. Der Bezirk ist dadurch waldbaulich äußerst vielfältig, da die natürliche Waldgesellschaft von den Auwäldern der Niederungen, über die kolline, wärmeliebende Eichenwaldstufe bis hin zu den Fichten-Tannen-Buchenwäldern auf fast 1000 Meter Seehöhe reichen und somit ein breiter Gestaltungsspielraum besteht.
Der Ausblick für das Forstjahr 2016 unter neuer Leitung ist u.a. im Hinblick auf die aktuelle Borkenkäfersituation durchaus herausfordernd: Ein hoher Borkenkäferausgangsbestand, viele trockengeschädigte/geschwächte Bäume und zu erwartende überdurchschnittliche Temperaturen werden unsere Waldeigentümer/innen entsprechend fordern. Die Niederschlagsentwicklung wird die Borkenkäferentwicklung entsprechend steuern. In den Trockengebieten des Mühlviertels als besonders gefährdeter Bereich wird neben dem Alpenvorland 2016 besondere Vorsicht geboten und rasches Handeln erforderlich sein. Die Bezirkshauptmannschaft Perg als Forstbehörde wird in diesem Zusammenhang viele Aufgaben zu erledigen haben, insbesondere auch in der wichtigen Beratung der Waldeigentümer/innen – z.B. in der richtigen Baumartenwahl für die Absicherung eines gesunden Waldbestands in der Zukunft. Aber auch ein entsprechender Interessensausgleich Wald – Wild wird weiterhin ein wesentlicher Eckpfeiler des Forstdienstes der BH Perg sein.
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