15.07.2016, 17:32 Uhr

Regionalbüro in Bischofshofen: kija Salzburg verstärkt regionale Präsenz

Beraterin Barbara Frauendorff und Sekretärin Ruth Fischer an ihrem Standort in der Region. (Foto: kija Salzburg)

Mit zwei fixen Tagen in Bischofshofen baut die Kinder- und Jugendanwaltschaft (kija) das Angebot aus.

BISCHOFSHOFEN (aho). Die kija Salzburg ist für die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Salzburg zuständig. Weil der Bedarf in der Region enorm ist, ist dieser Auftrag vom Büro in der Stadt Salzburg aus schwer umzusetzen. Mit dem Regionalbüro in Bischofshofen, das seit Juli an zwei Tagen in der Woche erreichbar ist, zeigt kija mehr regionale Präsenz. Von hier aus werden die Regionen Pinzgau, Pongau, Lungau und Lammertal bedient.

Hälfte der Fälle aus Region

Zumindest logistisch erleichtert das Büro in Bischofshofen einiges. Dennoch fehlt es nach wie vor an Personalressourcen für die Bewältigung der regionalen Aufgaben und vor allem für die Beratung von Kindern und Jugendlichen. Der Beratungsbedarf in der Region ist jedenfalls hoch. 2015 kamen 855 Beratungsanfragen aus Innergebirg. Das entspricht fast der Hälfte der 1.738 Einzelfälle der kija Salzburg im Jahr 2015.

Viele Kontakte via WhatsApp

Neben persönlichen Beratungsgesprächen wurde verstärkt über den Smartphone-Nachrichtendienst WhatsApp Kontakt zur kija Salzburg aufgenommen. Die Fragestellungen der Jugendlichen reichten dabei von Fragen zu Familie, Ausbildung, Behörden, Gericht und Mobbing bis hin zu sehr komplexen Problemen wie Suizidgefahr.
Angesichts der mitunter gravierenden Probleme der jungen Menschen will kija Salzburg jedem einen Zugang zu Beratung und Hilfe zu gewährleisten. „Gerade beim Thema Suizid, mit dem sich aktuell der Landtag auseinandersetzt, ist es so notwendig, rasch vor Ort zu sein. Mit den derzeit 25 Wochenstunden für Beratungen in der Region ist das nicht zu leisten", weist Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt auf die Dringlichkeit hin.

Ziel: Mehr Beratungsstunden

"Es braucht zumindest die Aufstockung auf eine Vollzeitstelle sowie einen kija-Dienstwagen für mehr Beratungsstunden", sagt Holz Dahrenstaedt. "Mit einem ausgebauten mobilen Beratungsmodell, das an die Außenstelle Bischofshofen angedockt ist, könnte eine regionale Versorgung gelingen."

Die Hilfe muss vor Ort sein

Für Jugendliche ist es wichtig, dass sie Informationen und Hilfe persönlich und vor Ort erhalten. Bei weit entfernten, unbekannten Beratungsstellen anzurufen, kommt für viele nicht in Frage. Inzwischen setzt die kija Salzburg alles daran, ihre Angebote trotz begrenzter Ressourcen auf die Region auszudehnen.

Zwei Tage in der Woche

Der kija-Standort in Bischofshofen ist montags (9 bis 16 Uhr) und donnerstags (9 bis 13 Uhr) in der Bahnhofstraße 36 geöffnet. Kontakt kann jederzeit mit Ruth Fischer aufgenommen werden (ruth.fischer@salzburg.gv.at oder Tel: 0664/6116636).
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