10.03.2016, 15:17 Uhr

Sicherer Schulweg wird in Bischofshofen zur Realität

Schulwart Werner Leutgab bringt die Schüler am Schutzweg direkt vor der Schule sicher über die Straße.

Gefahrenstellen erkennen und meiden – dabei hilft ein neuer Schulwegplan in Bischofshofen.

BISCHOFSHOFEN (aho). Gemeinsam von AUVA, Schule, Polizei, Eltern und KFV-Experten wurde in Bischofshofen ein kindgerechter Schulwegplan erarbeitet. Dort sind besondere Gefahrenstellen und empfohlene Straßen-Querungsstellen eingezeichent. "Wir wollen damit die Gefahren im Straßenverkehr für unsere schwächsten Verkehrsteilnehmer minimieren", sagt Hannes Lichtmannegger von der AUVA.

Besondere Gefahrenstellen

Auch die Schüler wurden bei der Erhebung von Gefahren- und Problemstellen eingebunden. So zeichnete sich die Kreuzung beim Franz-Mohshammer-Platz vor der Raiffeisenbank als besonders uneinsichtige Stelle ab. "Gefahr! Querung vermeiden", empfiehlt hier der neue Schulwegplan. Stattdessen sollen die Kinder in den Arkaden gehen und die Gasteiner Straße erst am Schutzweg direkt vor der Schule queren. Dort hilft Schulwart Werner Leutgab den Schülern über den Zebrastreifen.
Erhöhte Vorsicht gilt am Kreisverkehr beim Rathaus in der Molkereistraße. Hier sind Fahrzeuge mit bis zu 50 Km/h unterwegs. Gefährlich ist auch die spitzwinkelige Kreuzung der Alten Bundesstraße mit der Sparkassenstraße: Erstens ist der Gehsteig hier schmal. Zweitens sehen Autolenker die Fußgänger spät. Der Schulwegplan schreibt vor, hintereinander zu gehen und sich langsam zur Gebäudekante vorzutasten.

Plan an Schüler übergeben

Mit allen Beteiligten wurde eine Begehung der Gefahrenstellen umgesetzt. Die gesammelten Informationen sind nun in Planform grafisch aufbereitet und an die Schüler übergeben worden. "Mit dem Plan sehen Eltern und Kinder auf einen Blick, wo das Queren der Straße am sichersten ist und wo man es besser vermeiden sollte", erklärt Martin Pfanner vom KFV.

Schulweg üben

"Um den Schulweg sicher zu gestalten, muss man den Kindern die besonderen Herausforderungen im Straßenverkehr vermitteln. Mit Hilfe des Planes können Gefahren besser erkannt und gemeistert werden", sagt Bischofshofens Bürgermeister Hansjörg Obinger. Er empfiehlt, dass die Eltern mit ihren Kindern den Plan gemeinsam besprechen und praktisch üben sollten. "Das sind die besten Voraussetzungen für einen unfallfreien Schulweg."
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