02.06.2016, 14:54 Uhr

Ein kräftiges Weidmannsheil den Jungjägern

Die Jungjäger v. l.: Friedrich Andexlinger, Christian Übermasser, Andreas Berger, Johannes Paleczek, Peter Furtmüller, Martin Fuchs-Eisner, Reinhard Grillnberger, Michael Ehrengruber, Markus Hirnschrodt, Manuel Grininger, Rudolf Herrmann, Simone Prieschl, Josef Eckerstorfer, Mario Ganser, Christoph Silber, Laura Sophie Deutschbauer, Andreas Eder, Peter Zoidl, Gerhard Schinkinger, Romana Wieländer, Marko Stieger, Julian Steininger, Bernhard Meindl, Roland Öhler und Harald Höglinger (nicht auf dem Bild). (Foto: Foto: privat)

BEZIRK. Drei Damen und 22 Herren haben in diesem Jahr erfolgreich den Jungjäger-Kurs besucht und die Jagdprüfung bestanden.

BEZIRK. Nun ist es wieder ruhig am Meierhof des Schlosses Sprinzenstein. Dort befindet sich der Schulungsraum der Jägerschaft und in den letzten Wochen und Monaten war hier einiges los. Mittwochs und samstags haben sich 25 Interessierte getroffen, um sich fit für die Jagd machen zu lassen.

150 Kurs-Stunden

In 150 Unterrichtsstunden wurden sie von Johann Peter, Förster Sebastian Köppl, Amtstierarzt Georg Furtmüller und in praktischen Belangen von Berufsjäger Franz Leitner quasi mit Fachwissen mit auf die Jagd genommen. Seit der Schulungsraum vor einigen Jahren dort eingerichtet wurde, steht den Schülern viel Anschauungsmaterial zur Verfügung. Die angehenden Jäger haben die einzelnen Tierpräparate genau studiert, die Spuren dazu, sogar deren Losung war Thema. Im Jagdkurs wird eine breite Palette an Fachgebieten gelehrt – von der Wild- über die Vogel- zur Pflanzenkunde. Das Hundewesen, die Wildbrethygiene, ein Erste-Hilfe-Kurs, Schießkunde und das Jagdgesetz.

Gute Ausbildung im Bezirk

Seit 1984 gibt es im Bezirk die Jungjägerausbildung und sie verlangt den Teilnehmern – vom Fleischer über den Arzt, den Maurer, den Banker oder die Schülerin – jedes Jahr alles ab. Roland Öhler (57) aus Kleinzell war bis dato in seiner Familie jagdlich nicht „vorbelastet“. „Ich habe den Kurs besucht, weil mich neben der Jagd die Symbiose zwischen Pflanzen, Tierwelt und dem Einwirken des Menschen sehr interessiert. Es war eine Top-Ausbildung, ich sehe jetzt die Vielfalt in der Natur mit anderen Augen“, sagt er. Laura Sophie Deutschbauer war die jüngste Teilnehmerin. Als 17-Jährige muss sie auch noch ein Jahr warten, bis sie die Jagdkarte lösen darf. „Ich komme aus einer Jägersfamilie und habe Interesse für dieses Thema, seit ich zwei Jahre alt war“, sagt sie.
Ende Mai haben alle Teilnehmer die Prüfung geschafft. „Der Notendurchschnitt der Gruppe bei der Prüfung war heuer so gut wie noch nie“, ist Leitner von seinen Schützlingen begeistert. „Wir haben den Jungjägern die Grundausstattung mitgegeben. In der Jagd lernt man aber nie aus“, gibt Johann Peter ihnen mit auf den Weg. Und: „Die Jagd ist kein Hobby und kein Sport – sie ist Berufung und Verpflichtung.“
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