18.10.2016, 14:30 Uhr

Schwerer Betrugsversuch bei Salzburger Firma

Im Juni diesen Jahres akquirierte eine im Flachgau etablierte Firma einen von der Europäischen Union geförderten Auftrag des slowenischen Infrastruktur Ministeriums im Wert von mehreren hundert tausend Euro.


Kurz nach Vertragsunterzeichnung meldete sich ein unbekannter Täter, welcher sich als Direktionsleiter der Europäischen Union ausgab, bei der Flachgauer Firma und forderte Unterlagen über den Verkaufsabschluss ein. Die Firma übermittelte die geforderten Unterlagen. Mittlerweile wurden die bestellten Geräte von Salzburg aus nach Marburg geliefert und die vereinbarte Rechnung gestellt.

Etwa zur gleichen Zeit meldete sich eine zweite unbekannte Person im slowenischen Ministerium und behauptete, dass sich die Kontoverbindung geändert hätte und gab nunmehr eine Kontoverbindung in Ungarn an. Dazu wurden dem Ministerium auch verfälschte Rechnungen der Salzburger Firma vorgelegt. Durch Zufall kam der Geschäftsführer aus Salzburg mit einem Ministeriums Mitarbeiter aus Slowenien in ein Gespräch und wurde bekannt, dass es sich um einen versuchten Betrug handelte.

Die Bezahlung auf das ungarische Konto wurde nicht durchgeführt. Der Salzburger Firma sowie dem slowenischen Infrastrukturministerium entstand somit kein Schaden. Die Ermittlungen insbesondere der Erkenntnisaustausch mit ausländischen Behörden läuft.
Der Sachverhalt wird der Staatsanwaltschaft Salzburg zur Anzeige gebracht.
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