Ein brandheißer Tag für die Feuerwehren im Bezirk!

Zwei Brände hielten die Feuerwehren im Bezirk in Atem. Ein Teil des ADLER-Werk's Schwaz steckte in Flammen. (Foto: ZOOM-Tirol)
Am Mittwoch, den 14. Juli 2010 brach gegen 6.30 Uhr ein Brand im ADLER-Werk aus. Kurz nach dem Inferno in Schwaz gab es den nächsten brandheißen Einsatz für die Feuerwehren im Bezirk. In der Gerlos steckte ein Hotel in Brand.

GERLOS/SCHWAZ (tag).
In Schwaz war im ADLER-Werk ein Teil des Rohstofflagers in dem Collodiumwolle, eine modifizierte Baumwolle zur Herstellung von Lacken, gelagert wird, betroffen. Das Lager brannte mit seinem Inhalt komplett aus.

Durch die modernen Brandmelde- und -löschanlagen sowie das geschulte Handeln der Mitarbeiter und der Feuerwehr, kam kein Mensch zu Schaden. Die Einsatzkräfte waren unmittelbar nach der Alarmierung zur Stelle und konnten den Brand binnen einer Stunde unter Kontrolle bringen. Um 8 Uhr 30 wurde vom Einsatzleiter „Brand aus“ gegeben. Für die Anrainer und die Umwelt bestand zu keiner Zeit Gefahr.

Das Unternehmen bleibt lieferfähig, da im betriebseigenen Hochregallager Fertigware für mehrere Wochen zur Verfügung steht. Ab 9 Uhr wurde im Unternehmen ADLER dann wieder gearbeitet.

Die Brandermittler gehen von einer Selbstentzündung der gelagerten Collodiumwolle aus.

Zwei Millionen Euro Schaden - Halle wird abgerissen
Es läge keine Fahrlässigkeit oder Brandstiftung vor. Die Schadenshöhe beläuft sich nach Firmenangaben auf rund zwei Millionen Euro. Die ausgebrannte Halle ist nach dem Gutachten eines Bausachverständigen nicht mehr zu gebrauchen und wird in den kommenden Tagen abgerissen.

51 Feuerwehrmänner bei Hotelbrand in Gerlos im Einsatz
Einige Zeit später gab es wieder Großalarm. Diesmal in der Gerlos. Das Hotel Waldhof stand in Flammen. Gegen Mittag nahmen Angestellte des Nachbarhauses einen Brand im Bereich des Dachgeschosses des Hotels wahr und schlugen Alarm. Der Hotelbetreiber versuchte in der Folge mit drei Handfeuerlöschern den Brand im 3. Stock des Gebäudes unter Kontrolle zu bringen. Auf Grund der starken Rauchentwicklung gelang ihm dies jedoch nicht. Er musste von der Feuerwehr mit der Drehleiter geborgen werden.

Die Feuerwehren aus Gerlos, Hainzenberg, Zell und Schwaz (51 Mann) konnten nach rund zwei Stunden den Brand unter Kontrolle bringen.

Für dieses Brandereignis wurde die Brandursachenermittlung durch die Tiroler Landesstelle für Brandverhütung und Brandermittler der Polizei durchgeführt. Die Erhebungen ergaben, dass der Brand in einem Abstellraum am Dachboden ausgebrochen war. Als Brandursache dürfte ein Hitzestau im Bereich eines Netzteiles in Frage kommen.
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