21.06.2016, 12:00 Uhr

Bewilligung für Projekt unterer Tuxbach

MAYRHOFEN (red). Nach 90 Jahren erfolgreichem Betrieb läuft 2019 die wasserrechtliche Bewilligung des VERBUND-Kraftwerkes Bösdornau am Tuxbach im Zillertal aus. VERBUND und Stadtwerke Schwaz stellen daher die Weichen für eine technisch und ökologisch optimierte, zeitgemäße Nachfolgelösung. „Mit der wasserrechtlichen Bewilligung für das Projekt "unterer Tuxbach" ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Künftig wollen wir das Wasser des unteren Tuxbaches im Kraftwerk Mayrhofen nutzen. Durch die Einleitung in den bestehenden Speicher Stillupp soll die Kraft des Wassers bestmöglich genutzt und nach dem Stand der Technik eingesetzt werden. Das bedeutet auch, dass das Gefälle zwischen Stillupp-Speicher und unterem Tuxbach mithilfe eines Kleinkraftwerkes genutzt werden soll. So erreichen wir durch Optimierung einer Bestandsanlage höchste Effizienz“, beschreibt Projektleiter Marco Fiegl das Projekt.

Stromerzeugung

„Bis zur tatsächlichen Projektumsetzung sind noch einige Schritte zu erledigen“, erklärt Marco Fiegl: „Neben weiteren Genehmigungen nach dem Naturschutz- sowie dem Forstrecht führen wir gerade parallel die Ausschreibungen für die Bauarbeiten und die Maschinensätze durch, um bis zu einem Baubeschluss alle Fakten auf dem Tisch zu haben.“ Das Kleinkraftwerk am Stilluppspeicher soll eine Leistung von 2 MW aufweisen und pro Jahr 74 Mio. KWh Strom erzeugen. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch Verbrauch von rund 21.000 Haushalten.

Nach wie vor kritisch

Unter anderem durch das Engagement des Vereins "Mir brauchen di" rund um den Mayrhofner Alpenvereins-Vorsitzenden Paul Steger hat sich der Tourismusverband Mayrhofen einiges mit dem Verbund aushandeln können. "Im Endeffekt war die Genehmigung ein Kompromiss zwischen TVB und Verbund. Unser Engagement war wichtig, um die Partner an den Verhandlungstisch zu holen", erklärt Paul Steger.
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