15.04.2016, 10:07 Uhr

Konzepte zur Rettung der Welt- Eröffnungsveranstaltung im STEUDLTENN am 14.April 2016

Im Bild von links: Hakon Hirzenberger, Dr Busek und Bernadette Abendstein
Uderns: Steudltenn | Das Theaterfestival Steudltenn in der Gemeinde Uderns, das heuer in sein 6. Jahr geht, eröffnete die neue Saison mit einer Installation zum Thema Demokratie. Man wolle damit kulturelle Zukunftsvisionen mit dem Publikum teilen, erklärten die Veranstalter Bernadette Abendstein und Hakon Hirzenberger am Eröffnungsabend oder bescheidener formuliert: “Wie retten wir die Welt”
Während der Gesamtlaufzeit des Festivals vom 14. April bis zum 2. Juli 2016 haben Besucher die Möglichkeit, Denkansätze zur Rettung der Welt anzuhören. Verschiedene innovative Autoren werden in sieben Kabinen, die auf dem Steudltenn-Areal platziert sind, neuartige Konzepte zur Rettung der Welt vorstellen. Die Aktionsveranstaltung ist während der Gesamtlaufzeit des Festivals frei zugänglich und ermöglicht den Besuchern ihre Stimme für die beste Idee per Stimmzettel oder digital abzugeben.
Zur Eröffnungsveranstaltung konnten die Steudltenn Verantwortlichen Bernadette Abendstein, Hakon Hirzenberger, sowie Gerhard und Barbara Kainzner den ehemaligen Vizekanzler der Republik Österreich, Unterrichts-und Wissenschaftsminister und nunmehrigen Vorstand des Institutes für den Donauraum und Mitteleuropa Dr Erhard Busek in Uderns begrüßen und herzlich willkommen heißen. Neben mehreren im Steudltenn anwesenden Autoren, die mit Konzepten „zur Rettung der Welt“ beitragen wollen, ließen sich die gut besuchte Eröffnungsveranstaltung auch der Uderner Bürgermeistger Ing Josef Bucher, Pfarrer Erwin Gerst, der Obmann der Ersten Ferienregion Fügen Kaltenbach Ernst Erlebach, sowie weitere Gemeindevertreter aus dem Raum Zillertal und vor allem viele Sponsoren nicht entgehen, denen Bernadette Abendstein einen ganz besonderen Dank aussprach.
In einer beeindruckenden Eröffnungsrede skizzierte Dr Erhard Busek, einer der Konzeptschreiber zum Thema „Rettung der Welt“ das Programm im Steudltenn zwischen 11. April und 2. Juli 2016.
Was muss geschehen, um die Probleme und die Vielfalt der europäischen Kulturen in einem gemeinsamen Ganzen friedvoll zu vernetzen, ohne diese Vielfalt zu verlieren? Was bedeuten Barrieren und Zäune, die in der Gegenwart rund um unser Land und der „Festung Europa“ aufgebaut werden ? Nützt das den Menschen – Dr Busek meint eher nicht und verweist auf das Beispiel der Chinesischen Mauer, die 200 Jahre lang gebaut wurde und China auch nicht vor Einflüssen von außen geschützt hat. Dazu gehört auch, zu lernen, wer unsere Nachbarn eigentlich wirklich sind. Dazu gehört auch, sich mit der europäischen Geschichte, der Politik oder mit der Rolle der Religionen auseinander zu setzen. Und es gehört der Wille dazu, vorhandene Probleme zu lösen. Dazu seien vor allem die Politiker aufgerufen, meinte Dr Busek. Europa sei immer ein Kontinent des geistigen Diskurses gewesen Wie dringend notwendig dieser sei, zeige sich auch an den aktuellen globalen Auseinandersetzungen. Europa könne einen wesentlichen Beitrag zu ihrer Entschärfung leisten und den Weg zu einem friedlichen Miteinander kann auch in gewisser Weise die Kultur weisen. Die historisch gewachsene europäische Vielfalt, die „Seele Europas“, ist dabei ein Trumpf von unschätzbarem Wert meinte Dr Busek als „glühender Europäer“.
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