06.10.2016, 14:38 Uhr

Krokusse für Bienen und Co. – Kinder der Volksschule Hart i.Z. mit Bienenexperten im Einsatz

Die Bienenzüchter Andreas Klingenschmid und Heinrich Wurm im Bild von links mit dem Lehrerteam der Volksschule Hart i.Z.Im Bild ganz rechts VS Direktorin Margit Haun
Hart im Zillertal: Volksschule | Im vergangenen Jahr wurde vom Tiroler Naturschutzbund in Zusammenarbeit mit mehreren Volksschulen im Zillertal, der Tiroler Umweltanwaltschaft, dem Hochgebirgs Naturpark Zillertaler Alpen, den örtlichen Bäuerinnenorganisationen, den Zillertaler Imkervereinen und vielen weiteren Sponsoren im Zillertal das Projekt „Blühende Gemeinden“ mit Krokussen gestartet. Im heurigen Frühling waren diese eine erste, wertvolle Nahrungsquelle für die Bienen, zu denen auch die Hummeln gehören. Das Projekt fand österreichweit Beachtung und wird nun im Rahmen des Bienenschutzfonds fortgeführt.

Heuer erstreckte sich das Einsatzgebiet auf das ganze Zillertal, wobei sich insgesamt neun Gemeinden und Schulen mit ca 400 Kindern, die diesen Herbst über 14.000 biologisch produzierte Krokuszwiebeln setzen, beteiligt haben. Dazu werden eigens „Krokusfeste“ für die Schulen, Gemeinden und Eltern veranstaltet, bei dem jedes Schulkind ein Sackerl mit Krokuszwiebeln mit nach Hause bekommt, um es zu pflanzen. Alle beteiligten Schulen werden von den Bienenexperten der Bienenzuchtvereine Hippach-Ramsau-Schwendau, Fügen, Zell a. Ziller und Hart besucht und in das Bienenthema eingeführt Auch im öffentlichen Bereich wurden Krokuszwiebeln gesetzt.

Am 6. Oktober 2016 waren die Kinder der Volksschulen Hart i.Z. und Fügen an der Reihe und haben eifrig unter der bewährten Anleitung der beiden heimischen Bienenzüchter Heinrich Wurm und Andreas Klingenschmid rund um die Volksschulen viele Krokuszwiebeln gepflanzt. Im Frühjahr 2017 wird es dort blühende Krokuswiesen und damit wertvolle Nahrung für die Bienen geben.

Ziel ist es, sowohl den Kindern als auch den Eltern das Universum Biene näher zu bringen. Jeder kann in seinem Umfeld aktiv werden! Dazu wird ein informativer Folder verteilt, wo vermittelt wird, wie jeder Einzelne den Bienenschutz ohne großen Aufwand umsetzen kann. Dass Gifteinsatz und Kunstdünger unnötig sind, versteht sich von selbst. Damit soll das Überleben von Bienen, Schmetterlingen und Co. als wertvolle Gartenhelfer und Blütenbestäuber weiterhin gesichert werden. Die kleinen, bunten Blühwunder werden sich in den Folgejahren wie von selbst vermehren.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.