02.06.2016, 14:14 Uhr

Es gibt keine Sonntage mehr...

... die man in Ruhe auf seiner Loggia, Terrasse oder im Garten genießen kann.
Nach 5-6 stressigen Arbeitstagen hofft man auf ein wenig Ruhe und Erholung, zumindest einen Tag die Woche. Doch weit gefehlt.
In den Häusern, Wohnungen, Gärten und Siedlungsstraßen herrscht die Devise

"Ich mache was und wann ich will, ohne Rücksicht auf meine Nachbarschaft".

Wie sonst ist es zu erklären, dass trotz gültigen Verbots an Sonntagen Rasenmäher angeworfen werden, Trennscheiben durch Fliesen und Pflastersteine kreischen und Bohrer in Maschinen im Freien oder inside bei offenen Fenstern in Wände getrieben werden?
Das Wort "Rücksicht" ist offenbar gänzlich aus dem Sprach- und Gedankengut vieler Menschen verschwunden.
Und durch gelebte "Rücksichtslosigkeit" ersetzt worden.
Und dies gilt auch, wenn es um den Lärmpegel unser aller geliebten Kinder geht.
In den offenbar verpflichtend in jedem Kinderhaushalt aufzustellenden Garten-Trampolins wird frühmorgens bis spätabends hemmungslos und lauthals gekreischt und geschrien, als gebe es alle SuperRTL-KiKA-PS4-Wii-Monster auf einmal in die Flucht zu schlagen. Ohne Rücksicht auf Sonntagsruhe. Und ohne Zurechtweisung der Eltern, für die es vermutlich bereits zur Normalität geworden ist.
Jene die leiden, sprechen wohl oft untereinander, sind sich einig und zurecht empört. Vermeiden aber verständlicherweise jede kleinste Bemerkung und hoffen (wohl vergeblich) auf Besserung. Man legt schließlich Wert auf eine möglichst konfliktfreie Nachbarschaft und Frieden. Zumeist.
Ein ruhiger, erholsamer Sonntag zuhause, mit einem Buch in der Hand im Schatten eines Baums oder faulenzen unter'm Sonnenschirm ist heutzutage leider für viele nur ein Traum und unerfüllter Wunsch.
Flucht oder Sonntagsausflug bleibt als einzige Alternative. Und das Hoffen auf einen laaangen Urlaubsaufenthalt mancher Nachbarn, fernab von daheim.
Denn zuhause bleibt Lärm und Rücksichtslosigkeit angesagt. Und ja nicht zu wenig davon...
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