15.07.2016, 06:30 Uhr

Das war das Gausingen 2016 in Mauthen

Anlässlich des Gausingens vom Männergesangsverein Mauthen erschienen auch zahlreiche Ehrengäste (Foto: KK)

Seit 130 Jahren gibt es den „Männergesangsverein Mauthen“. Auch heuer fand das Gausingen statt.

KÖTSCHACH-MAUTHEN. Chorleiter Matthias Zankl und Obmann Martin Prünster dürfen mit ihren Mitarbeiterstab um Rudolf Kubin, Andreas Druml, den 16. aktiven Sängern des „MGV Mauthen“ und einer großen Zahl Freiwilliger positive Bilanz ziehen: Das 76. Gausingen krönte das 130-Jahr-Jubiläum.

Nicht alle dabei

Bestens organisiert und vorbereitet konnte vielleicht nur ein Faktum den Erfolg am traditionell dritten Wochenende im Juni leicht trüben, „dass nämlich von unseren 31 gemeldeten Mitgliedsgruppen im Sängergau einige nicht dabei waren“, so ein sehr zufriedener Gauobmann Peter Krall.

Volle Pfarrkirche

Mit Gottes Segen! Gleich zwei Mal wurde an diesem wettermäßig ob des heurigen Junis hervorragendem Wochenende dem Herrgott für die Gabe der klingendem Stimme gedankt: Voll war die Pfarrkirche „St. Markus“ beim Auftakt zum diesjährigen Chortreffen: Das „Geistliche Konzert“, moderiert von Walter Niedertrojer vom MGV Mauthen, wurden von den Gastgebern unter der Leitung von Matthias Zankl sowie vom „MGV Bergmännischen Gesangsverein Bleiberg-Kreuth“ unter Norbert Lipautz, der Kleingruppe „Mothi4Th“ aus Klagenfurt und dem reizenden Schulchor der 4m der „Neuen Musikmittelschule Kötschach-Mauthen“ unter der Leitung von Christina Assek, fand am Samstag-Abend statt.

Feierlicher Festtag

Den „Festtag des Chorgesangs“-Sonntag, 19. Juni, begann man ganz feierlich mit dem Gottesdienst, der vom „Borg-Chor“ unter der Leitung vom Gauchorleiter Hans Hubmann stattfand.

"Feuerwerk der Stimmen"

„Feuerwerk der Stimmen“. Dem Motto des diesjährigen Gausingens wurde man von Beginn des Tages gerecht. Allein die Tatsache, dass der MGV Mauthen jeden Gast einzeln und musikalisch begrüßte, brachte von Anfang an eine positive Stimmung in diesen Tag. Beim Festakt hoben die Festredner allesamt den positiven Wert des Singens und des Zusammengehörigkeitsgefühls hervor. Der beeindruckende Festzug in den Badepark hätte sich vielleicht mehr „Fans“ verdient, das „Feuerwerk der Stimmen“ wurden dann ordentlich mit den Einzelliedvorträgen in einer wohl in ganz Kärnten einmaligen Gesangskulisse, direkt bei den beiden Mauthner Badeseen „gezündet“.

Platzlsingen

Anschließend waren die über 400 Sängerinnen und Sänger aller (!) Alterskategorien vom Lesachtal über Nötsch bis Irschen und bis in die Landeshauptstadt gern gesehene Gäste beim nicht nur in Sängerkreisen beliebten Kranzl- und Platzlsingen. Angeblich nahmen sich einige davon die Freiheit heraus, die „Gastfreundschaft über Gebühr zu beanspruchen“, was andererseits aber auch ein Zeichen für das Durchhaltevermögen der „singenden Zunft“ und auch ein Beweis dafür ist, dass der Bevölkerung sehr wohl der Weiterbestand der Kultur und Tradition am Herzen liegt. Schon allein die Tatsache, dass sich mit Elisabeth Planner aus dem Hause „Loncium“ eine junge Dame als zweite Fahnenpatin mit Aurelia Gressel dem MGV Mauthen im Jubiläumsjahr die Ehre gibt und dass der große Anteil der Jugend am heurigen Gausingen „auffällig“ war, gibt Hoffnung in diesen „bewegten Zeiten“.

Urkunde zum Jubiläum

Doch damit nicht genug: Anlässlich des 130-jährigen Bestandsjubiläum bekam der MGV Mauthen von Kulturlandesrat Christian Benger via Vizebürgermeister Christoph Zebedin eine Jubiläumsurkunde.

Zur Sache:

Der MGV Mauthen wurde 1886 gegründet und ist damit der älteste Kultutrträger Mauthens.

Erster Chorleiter war der Schöpfer vieler Kärntnerlieder, Andreas Asenbauer.

1923 erhielt der MGV Mauthen seine prächtige Vereinsfahne. Sie zeigt auf der Vorderseite das Vereinsabzeichen: Das Marktwappen von Mauthen, einen blutenden Bären auf blau- gelbem Hintergrund. Das Vereinsmotto ziert die Rückseite der Fahne: "Von deutscher Maut' im Tal der Gail, erklinge frohes Sangesheil!"
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