03.08.2016, 07:00 Uhr

Kinderbetreuung: Althofen erhebt Bedarf an Plätzen

Kinderbetreuung: Wolfgang Leitner und Stefanie Steiner mit Jung-Mama Cornelia Mitterdorfer vorm Kindergarten Althofen

Althofen startet eine Erhebung zur Kinderbetreuung. Nachbargemeinden werden miteinbezogen.

ALTHOFEN. "In Althofen haben wir mit dem Umstand zu tun, dass es teilweise zu wenig Kinderbetreuungsplätze gibt beziehungsweise das Betreuungsangebot zu unflexibel ist", spricht Stefanie Steiner, Mitglied des Sozial-Ausschusses, an. "Mit 125 Plätzen ist der Kindergarten ausgelastet. Es gibt Eltern, die in umliegenden Gemeinden ihre Kinder unterbringen müssen", fügt der Grünen-Stadtrat Wolfgang Leitner hinzu.
Auch in der Krabbelgruppe, wo maximal 40 Kinder betreut werden, gebe es Platzmangel. Außerdem müssen dort die Kleinen frühzeitig angemeldet werden.

Die Plätze fehlen

"Neu zuziehende Jungfamilien haben vor allem unter dem Jahr fast keine Chance auf einen Betreuungsplatz in der Stadt", sagt Steiner.
Daher stellten die Grünen Althofen einen Antrag, dass ein umfassendes Betreuungsangebot für Kinder ab dem 1. Lebensjahr entwickelt und angeboten wird. "Um eine ausreichende Kinderbetreuung organisieren zu können, haben wir uns nun dazu entschlossen, eine Bedarfserhebung durchzuführen", sagt Vizebürgermeisterin Ines Hölbling.

Der Fragebogen

Unter dem Titel "Zu-Ki – Zukunft Kind" lädt die Stadtgemeinde Althofen ihre Bevölkerung zur Bedarfserhebung. Ein Fragebogen geht in Kürze an alle Althofner. In die Befragung mit einbezogen werden auch Bürger aus den Umlandgemeinden. "Diese können sich am Gemeindeamt den Fragebogen holen", erklärt Steiner, da viele Berufstätige aus den Nachbargemeinden stammen und daher in Althofen Betreuungsplätze benötigen. In den örtlichen Firmen werden ebenfalls die Zettel aufgelegt. Die zweifache Mutter appelliert an die Bürger, sich an der Befragung rege zu beteiligen.

Erhebung bis Oktober

Bis Oktober werden die Antworten gesammelt. "Dann nimmt die Stadt Kontakt zu den Betreuungseinrichtungen auf, gemeinsam werden Lösungen erarbeitet, die im Laufe des nächsten Jahres umgesetzt werden sollen", so Leitner.
Er spricht auch die Tagesmütter an. Derzeit gibt es in Althofen nur eine aktive. "Wir hoffen, dass sich nun weitere Tagesmütter melden". Um die Tagesmütter zu entlasten, könnte die Stadtgemeinde eine leerstehenden Wohnung bereitstellen – eventuell in der Siedlung Ost bzw. West.

Die Bedarfserhebung

"Es gibt so viel Mundpropaganda, jeder weiß etwas anderes zu berichten. Wir wollen nun wissen, ob und wie viel Betreuungsplätze in der Stadt fehlen", bringt es Vize-Bürgermeisterin Ines Hölbling auf den Punkt. Daher habe man sich zur Bedarfserhebung entschlossen. "Nach der Auswertung können wir gezielt handeln".


Wochentage, Uhrzeit, Wochenendbetreuung oder ob Plätze in den Ferien benötigt werden – all das wird bei der Erhebung abgefragt. Der Fragebogen ist am Gemeindeamt, 04262/2288-21, erhältlich.

Kinderbetreuung Althofen
40 Plätze in der Krabbelgruppe sowie 125 Plätze im Kindergarten stehen in Althofen zur Verfügung. Außerdem zwei Tagesmütter, wobei sich eine derzeit in Karenz befindet.
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