20.05.2016, 11:50 Uhr

Die Welt zu Gast am Campus Steyr der FH OÖ

Cross-Cultural Business Conference 2016 (v.l.n.r.) Teresa Gangl (FH OÖ Campus Steyr), Dekanin Margarete Überwimmer (FH OÖ Campus Steyr), Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt, Landtagsabgeordnete Regina Aspalter, Martina Gaisch (FH OÖ Campus Hagenberg) (Foto: FH OÖ)

Hochkarätige Vorträge und Workshops zum Thema Interkulturalität bei der „Cross-Cultural Business Conference“ 2016.

STEYR. „Oberösterreich hat eine stark exportorientierte Wirtschaft. Umso wichtiger ist uns als Fakultät für Management die internationale und interkulturelle Vernetzung. Wir lehren und forschen am Interkulturellen Managementzentrum des Studiengangs Global Sales and Marketing auf diesem Gebiet und widmen uns jenen internationalen Märkten, die für Oberösterreichs Unternehmen wichtig sind bzw. noch wichtig werden“, sagt Studiengangsleiterin Margarethe Überwimmer. Fixer Bestandteil dieses internationalen Engagements ist die "Cross-Cultural Business Conference", welche am 19. und 20. Mai mit Gastvortragenden aus aller Welt und mehr als 100 Teilnehmern zum bereits fünften Mal stattfand.


Politische Ordnung nicht selbstverständlich

Das Grundsatzreferat zur Eröffnung der Konferenz wurde von Werner J. Patzelt gehalten. Der Professor am politikwissenschaftlichen Institut der TU Dresden sprach über politische Ordnung, die angesichts der zahlreichen Staatskrisen und Bürgerkriege rund um den Globus keineswegs als Selbstverständlichkeit angesehen werden dürfe. Vielmehr sei es wichtig, die Voraussetzungen für eine stabile politische Ordnung zu kennen. „Dazu zählen eine funktionierende Zivilgesellschaft als soziales Kapital und die mentale Einstellung der Menschen, dass eine Regierung per se keine Bedrohung, sondern etwas Wertvolles darstellt“, so Patzelt.
Die weiteren wissenschaftlichen Beiträge am ersten Tag der Konferenz spannten dann einen Bogen vom "Global Business und HR Management", "(B2B) Sales und Marketing“ über „Service Innovation“ und „Kommunikations- und Informationstechnologien“ bis hin zur „hochschulischen Bildung“. Dabei stets im Fokus: Die interkulturellen Perspektiven der Bereiche.

„Möglichkeit, die eigenen Forschungsergebnisse zu präsentieren“

„Wir haben damit Interessierten aus Lehre, Wissenschaft und Praxis die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und neueste wissenschaftliche Entwicklungen mit Besuchern, Wissenschaftlern und Vortragenden aus Ländern wie den USA, Indien, Mexiko, China, Russland, Finnland, Südkorea, Tschechien, Slowakei, Schweden oder der Türkei zu diskutieren“, so Margarethe Überwimmer.
Einer dieser Wissenschaftler ist Nitin Gupta vom „Institut of Management Technology“ im indischen Hyderabad. Er beschäftigt sich mit dem Verhalten der Konsumenten in Zeiten der Globalisierung, war das erste Mal in Österreich und von der Veranstaltung begeistert. „Diese Konferenz ist eine hervorragende Möglichkeit, die eigenen Forschungsergebnisse zu präsentieren und sie mit Kollegen aus aller Welt zu diskutieren. Und natürlich können diese Treffen zum Netzwerken und zum regen Erfahrungsaustausch genutzt werden“, so Gupta.

Vorträge und Workshops über interkulturelle Aspekte

Hochkarätig waren auch die Vorträge am zweiten Tag der internationalen Konferenz. Judith Kaltenbrunner, Leiterin Personal– und Sozialwesen bei BMW Steyr, referierte über Personalsuche in einem multinationalen Unternehmen, Belinda Hödl von der Abteilung für Bildungspolitik der WKO sprach über Chancen und Herausforderungen, die Kooperationen zwischen Wirtschaft und Fachhochschulen bzw. Universitäten in sich bergen.
Der Fokus dieses Tages lag auf neun interkulturellen und länderspezifischen Workshops für interessierte Manager aus der oberösterreichischen Industrie. Sie wurden von den international agierenden Experten über Chancen und Risiken des Markteintritts, Business Developments und interkulturelle Herausforderungen im jeweiligen Zielland informiert.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.