06.06.2016, 10:04 Uhr

Hallein erwirtschaftete im Vorjahr Ertrag von neun Millionen Euro

Halleins Vereine erhielten im Vorjahr rund 1,9 Millionen Euro aus dem Stadt-Budget.

Über einen Jahresertrag von 9,06 Millionen Euro bei der Jahresabrechnung 2015 freuen sich Halleins Bgm. Gerhard Anzengruber und Finanzdirektor Karl-Heinz Marx. Das Volumen des ordentlichen Haushaltes betrug 58,98 Millionen Euro, im außerordentlichen Haushalt waren es 4,06 Millionen Euro. Mit Stichtag 31. Dezember 2015 sank der Schuldenstand um 1,1 Millionen Euro auf 25,64 Millionen Euro.

Positiv ausgewirkt haben sich auf das Budget vor allem Mehreinnahmen bei der Kommunalsteuer, den Ertragsanteilen, Leistungserlösen, den Benützungsgebühren und sonstogen Einnahmen.

„Wir planen langfristig und versuchen konjunkturbedingte Schwankungen vorauszusehen sowie auszugleichen“, berichtet Bürgermeister Gerhard Anzengruber. „Mit dem außergewöhnlichen Jahresertrag 2015 haben wir in der Momentaufnahme einen hervorragenden wirtschaftlichen Erfolg erzielt und können deswegen die außerordentlichen Vorhaben finanzieren, ohne Fremdmittel aufzunehmen. Darüber hinaus geben wir den restlichen Überschuss nicht einfach aus, sondern schaffen Reserven für die künftigen Großprojekte, wie die weiteren Bauabschnitte der Straßenraumgestaltung, des Hochwasserschutzes oder für den Bildungsbereich. Konsolidierte Finanzen sind die Verantwortung, die wir für die Zukunft tragen“, stimmen Bürgermeister Gerhard Anzengruber und Finanzdirektor Karl-Heinz Marx überein.


"Zukunft sieht nicht rosig aus. Wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen"

Auf dem guten Ergebnis könne sich Hallein aber nicht ausruhen, so Anzengruber weiters. "Wir müssen aber die Zukunft gestalten und die sieht nach den jüngsten Meldungen zur Finanz- und Wirtschaftsentwicklung nicht rosig aus. Die Steuerreform hinterlässt ein Loch in der Quartalsbilanz des Staates. Damit entwickeln sich auch die Ertragsanteile der Gemeinden negativ. Das werden wir bereits heuer spüren. Die Prognose bis 2020 lässt eine schwache Entwicklung erwarten. Die Sozialhilfe und hier vor allem die Mindestsicherung steigen exorbitant. Ebenso die Kosten für die Kinderbetreuung. Auch auf die Zinsentwicklung in den kommenden Jahren dürfen wir gespannt und müssen vorbereitet sein. Aus all diesen Gründen stellen sich die Gemeinden auf harte Zeiten ein. Deshalb müssen wir trotz des Rekordergebnisses für 2015 konsequent den Konsolidierungskurs fortsetzen. Wir haben ja auch Arbeitsaufträge für die Zukunft. Diese müssen wir finanziell stemmen, ohne zu einer Haushaltsausgleichsgemeinde zu mutieren.“
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